Die Reichweite des Gesprächs vom 20.08.2008 zwischen dem SEK und libref. dürften viele unterschätzen. Wir wollen gemeinsam in die Zukunft schauen.


Sehr geschätztes Gremium,

gerne dürfen wir uns für den offnen Gedankenaustausch nochmals herzlich bedanken. Wir streiften gestrafft hängige Fragebereiche von wechselseitigem Interesse, so etwa diejenige des öffentlichen Wahrnehmens von Religion und des liberalen Christentums im medialen Zeitalter, d.h. des öffentlichen Statthalters des (liberalen) Christentums, der Identität unter Protestanten, die Bekenntnisfrage, die sich daran anschliesst, die Toleranz im Umgange mit den jeweiligen Wahrheitsansprüchen bzw. –versprechen von Religionen, d.h. der kritische Ansatz zur Wahrheitsfrage, welche über die Wissensfrage hinausgeht, wie die Akademien sie beantworten, das Verhältnis zwischen Kirche und Staat zumal innerhalb der Ausbildung von Pfarrern, Imanen, die Frage nach einem Toleranz-Verfassungsartikel (Umgang mit Intoleranz), Liberalität & Glaube, und last not least das Verhältnis zu den Menschenrechten als aktuellen Ausdruck eines Relais zwischen Religion & Gesellschaft.
Wir sind für das wechselseitig gewonnene Verständnis und Vertrauen dankbar, das sich in weiteren sachbezognen Kontakten bewähren mag, die libref. für tunlich aus der Sorge ums religiöse Gut vor dem Doppelhorizont von Kirche und Staat bzw. Gesellschaft hält. Herr Prof. R. Anselm umschreibt diese verbindende, verbindliche Sorge so: ‚Mit der neuen Aufmerksamkeit für die Religionen in den westlichen Gesellschaften ist auch das Bewusstsein für deren Ambivalenz wieder in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses getreten. Denn auf der einen Seite ist immer deutlicher geworden, dass gerade moderne, freiheitliche Gesellschaften nicht ohne ein Mindestmaß an Kohäsion existieren können; der Ruf nach der Bewahrung gemeinschaftsstiftender Werte, der heute zum Repertoire aller politischer Parteien gehört, zeigt das deutlich an. Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, dass die Sehnsucht nach Orientierung schnell zu problematischen Verkürzungen und auch zu Fundamentalismen führen kann.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage neu, wie das Verhältnis moderner Gesellschaften zur Religion – und d.h. in der Gegenwart: zu einer sich in pluralen Formen präsentierenden Religion – zu gestalten ist. Die überkommenen religionsrechtlichen Regelungen in der Schweiz erweisen sich für diese Herausforderung nur als bedingt tauglich: Denn sie regeln im Grunde das Verhältnis von Religion und Gesellschaft nur auf der Basis einer vielfältigen kulturellen Verflechtung, die das Paradigma für die konfessionelle Neutralität des Staates überhaupt erst plausibel macht. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass etwa die Ausbildung der religiösen Funktionseliten im Falle des Christentums unter den Rahmenbedingungen der staatlichen Universitäten – und damit auch innerhalb deren Regulierungsmöglichkeiten – erfolgt. Ebenso gibt es durch die persönlichen Verflechtungen zahlreiche Mechanismen, die das Abgleiten in fundamentalistische Strömungen verhindern oder zumindest erschweren. Gleiches gilt für die Einübung von Reflexionskompetenz im Schulunterricht oder die längst akzeptierte, zuweilen auch schmerzhafte Auseinandersetzung mit Elementen des christlichen Glaubens in der Kunst.

All diese Entwicklungen nötigen dem Christentum eine Selbstreflexion auf, die für das Funktionieren und die Einpassung einer Religion in modernen Gesellschaften unabdingbar erscheint. Jürgen Habermas hat in seiner Friedenspreisrede zurecht darauf hingewiesen. Für andere Religionen gilt dies aber nur bedingt. Hier sollte es das Ziel staatlicher Religionspolitik sein, auf eine entsprechende Selbstreflexion zu drängen und sie – etwa durch die Einsetzung entsprechender Ausbildungsgänge – gezielt zu fördern. Dieses Anliegen sollte der Inhalt eines anzustrebenden Religionsartikels in der Bundesverfassung sein, ein Anliegen, an dem der Kirchenbund und auch libref sehr gut zusammen arbeiten sollten. Denn es ist letztlich nichts anderes als die Fortschreibung der Gründungsidee des liberalen Protestantismus, die Allianz von Glaube und Vernunft im Interesse einer gedeihlichen Gestaltung der Gesellschaft zu suchen.’

Wenn ich selber die Menschenrechtsfrage nochmals aufnehmen darf, so indem sich im SEK-Positions Papier Nr. 6 von Herrn Dr. Frank Mathwig die ‚Formel’ findet, in welcher das nicht leicht formulierbare liberal-protestantische subjektive Credo, das mit einer Mentalreservation behaftet ist, artikulierbar bzw. identifizierbar wird: ’Wo Menschen nicht anders können, als einander nach ihren Vorstellungen zu formen…, hält Gott ihnen die Stelle eines menschlich freien Wesens offen’ S. 73), wofür das Menschenrecht ein öffentlicher Ausdruck subjektiven Glaubens ist, masse ich mich an, für libref. zu formulieren. Dafür, dass ein bekenntnishaftes Outen schwer, zugleich auch leicht fällt, wo es in ein Gott für sich einnehmendes Bekenntnis mündet, während die Identifikation mit einer Sportartikelmarke leicht fällt, spricht Johannes Brahms’ ‚Requiem’. Brahms Bibel ist erhalten, daraus sichtbar ist, wie sorgfältig er die Textauswahl aus der Bibel betrieb, die Mathilde Wesendonck ihm abnehmen wollte, indem sie ihm eigene Naturmythen zuschob. Brahms verarbeitete die Trauer um die verstorbne Mutter im Requiem, er kann keine Präludien wie einst Bach mehr komponieren, und er meidet jeden bekennntishaften Bezug zur Religion in der Wahl der Requiemstexte. Ein Christus-Zitat fehlt bspw. gänzlich.
Gestatten Sie ein persönliches Schlusswort:. Als Codex wurzelt das Menschenrecht in Traditionen der Aufklärung, doch ist mit Michel Foucaults ‚Archäologie des Wissens’ mutatis mutandis doch dahin zu fragen, was damit versiegt ist, dass die Vernunft seither definiert, wie vernünftig (es) ist, an die Menschenrechte zu glauben und sie daher freiwilligerweise zu beachten: Brauchen wir also eine Archäo- Logie, d.h. einen Logos so wie er war, bevor (arché) er von der Rationalisierungsguilottine erfasst wurde, um das Menschenrecht mit der Religion zu amalgamieren? Oder doch: Am ‚Material’ der Vernunft ist ‚zu kartographieren, was in den Zügen der Vernunft fehlt, insoweit sie ihr Anderes in den eignen Streuungsmustern verbirgt’ (M.F.) Das Geheimnis des Glaubens ans Menschenrecht darf (zusammen mit dem jeweiligen Glauben der im Menschenrecht zusammengefassten Menschen universell) geheimnisvolle Wahrheit über dem Wissen bleiben, doch es muss nicht geheim bleiben. Das (Menschen-) Recht ist von seiner - mystisch-gewaltsamen - Quelle des Rechts (darin etymologisch Rache) mit Walter Benjamin & Jacques Derrida abzulösen. Heidegger würde von einem bergenden Entbergen reden wollen. Diese Differenz oder das Paradox eines nicht geheimen Geheimnisses zu erwirken bzw. aufzulösen, ist liberale Obligo, und diese theologisch erfüllen heisst, ein liberales Postulat erfüllen. Liberale Theologie ist eine der Differenz, Alternative (darin Freiheit steckt) geblieben, darin ein Stil in der bestandnen Bewährungsprobe vielleicht geworden, oder doch: Ein Versuch, Stilbruch in der Geschichte stilvoll zu beenden: Ein Ja, welches über dem Nein steht, davon Herr Prof. Anselm gesprochen hat, steckt mutmaßlich darin.

Wir sind so frei, unsere Einladung an die Jahresversammlung vom Samstag, 29. November .a.c. von libref. in Luzern (Bourbakimuseum) Ihnen rechtzeitig nachzureichen, an welcher ein To be or not to be unsres Dachverbandes (nicht der Sektionen) gemäss einer neuen Strategie-Disposition beantwortet sein will. - Luzern wird uns näher an Henry Dunant heranführen, und darin in der Erkenntnis bestärken, was ein Einzelner vermag, in welchem ein soziales Gewissen und in Dunant ein reformiert-christliches solches erwacht. Drei Jahre nach seiner Rotkreuzidee war das IKRK gegründet, und die ‚Massen’ stellten und stellen sich hinter es. (Drangsale um Gewissenswahrheiten verlieren darob an Energie.) Das Heilen hat sich seit Solferino bzw. der Zivilcourage Dunants also eingespielt, doch unser Land hat ein Manko an vorbeugendem humanitärem Engagement in Friedenszeiten (bspw. extrem schleppendes Ratifizieren damals der Rechte der Wanderarbeiter, als Anwalt bemängle ich die (bündnerische) Fremdenpolizei, die sich nicht vor Desinformation scheut, um Ausländer zur Abreise zu bewegen. Wenn ein Ja über dem Nein für uns alle steht, hat denn nicht auch Prometheus vor Epimetheus zu sein, Geschichte des Christentums als Vorsehung, in der Zeit gedacht zu gelten?

Wir würden uns darüber freuen, den Dialog aufrecht zu erhalten. Vielleicht, dass wir anstreben, ein solches Treffen einmal pro Jahr zu vereinbaren haben? Besten Dank auch für Ihre gedankenreichen Schriften. Den ‚Kulturprotestanten’ interessiert zumal auch das Bulletin zum Kulturraum Kirche und das Portrait von Pfarrer Dieter Matti.

Jean-Claude Cantiene, Chur





Vor einem Jahr erschienen: Bivio-Vortrag Dr. Dr. h.c. Gret Haller

Vor zwei Jahren erschienen: «Krieg ist inhuman»

Vor drei Jahren erschienen: Kirche und bundesgerichtliche Rechtssprechung

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Über das Verhältnis Kirche und Staat wurde schon oft diskutiert - auch im Grossen Rat des Kantons Bern. Und kirchenpolitisch hat der Kanton Bern eine Vorbildfunktion in der Schweiz.

Originalbeitrag beim Kirchgemeindeverband des Kantons Bern


Das Papier «Grundsatzdebatte zum künftigen Verhältnis zwischen Kirche und Staat: Trennung, Entflechtung oder Status quo?» über die Motion Messerli, Nidau und Löffel, Münchenbuchsee - beide EVP - ist nicht brandneu, aber die grosse Ablehnung durch den Grossen Rat des Kantons Bern nach wie vor sehr aktuell.

Bericht des Regierungsrates zuhanden des Grossen Rates - pdf-Dokument (im gleichen Fenster)

Der Kurzbericht von Jesus.ch - evangelikal, freikirchlich orientiert

Auch die Freidenker fordern erneut Trennung von Kirche und Staat

Oder anders formuliert: die grosse Mitte steht zu Kirche und Staat.

kirchenpolitische Ausrichtung

Die politische Ausrichtung in der Schweiz ist in diesem Schema Allgemeingut - die kirchenpolitische Ausrichtung ein Versuch meinerseits, sich persönlich in der Kirche zu positionieren. Dieses Schema dürfte einige Diskussionen auslösen, aber es ist mit einigen teologischen Professoren diskutiert worden.




Vor einem Jahr erschienen: Evangelisch unitarische Kirche oder Unitarier?

Vor zwei Jahren erschienen: Rat der Religionen

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Der zweite Teil zum BEA-Fachseminar.

Originalbeitrag beim Kirchgemeindeverband des Kantons Bern


Über den Vortrag von Theres von Weissenfluh, Präsidentin der Kirchgemeinde Meiringen und Dres Winterberger, Sekretär gibt es nicht viel zu ergänzen. Ein eingespieltes Team. Eine Zwischenbemerkung möchte ich aber noch zitieren: «Es ist nicht meine Aufgabe als Präsidentin im Kirchenchor mit zu singen und Kuchen zu backen.» Ein Satz, den vielleicht nicht ganz alle begreifen, aber es hat mit dem modernen Management einer Kirchgemeinde zu tun.

Vortrag Zusammenarbeit - konkret - pdf-File (gleiches Fenster)

von Weissenflug und Winterberger

Grimselkapelle

... die Grimsel-Kapelle beim Grimselsee ist die höchst gelegene Kirche der Region Brienz Oberhasli ...

Grimsel-Kapelle

... oder sind wir hier in der katholischen Kapelle und die reformierte ist auf dem Pass?



Vor einem Jahr erschienen: Demografisches Porträt der reformierten Kirchen BEJUSO - 1. Teil


Text und Fotos: Stephan Marti - Finanzblog

Vor einem Jahr erschienen: Bivio - zwei Wege

Vor zwei Jahren erschienen: Fragwürdige Erbsünde

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Einige Eindrücke vom Fachseminar an der BEA.

Originalbeitrag beim Kirchgemeindeverband des Kantons Bern

Matthias Lauterburg

... Matthias Lauterburg, wer kennt ihn nicht ... und in zwei Sekunden folgt der neueste Spruch über das Handy. Keines hat geklingelt. Vielleicht hat aber mein eigenes Handy unsere Seite lahm gelegt. Gesendet wurde ein Bild und ein kleiner Kommentar zum heutigen 15-jährigen Jubiläum des Internets. Sorry - normalerweise funktionieren so genannte Moblog-Bilder wie das Beispiel es zeigt.

Zusammenarbeit ist heute wichtiger den je, auf allen Stufen. Und gemäss Matthias gibt es erst die freie Ärztewahl - die freie Pfarrwahl noch nicht überall.

Andreas Zeller

... Synodalratspräsident Pfarrer Dr. Andreas Zeller ... der Kirche Bern, die gesamtschweizerisch eine Vorbildfunktion hat, Wellenbrecher ist ... Jura und Solothurn ...

Spichiger

... Hansruedi Spichiger, Beauftragter für Kirchliche Angelegenheit der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern und Pfarrer Marc Seiler zusammen mit ...

Méfiance

... Vikar Patrik Reusser aus den acht Kirchgemeinden rund um Moutier. Mit Humor vorgetragen, wie man hier zusammen arbeitet ... man nehme eine Büchse Beerdigung, gute Besserung ans Grosi, lieber keine Jugendarbeit ... und die Gemeinden liegen 30 bis 40 Minuten auseinander - je nachdem wer fährt ...

... Méfiance (Misstrauen) - Efficace (Wirkung - Leistung) - Finance (Finanzen) - Confiance (Vertrauen) - nur das letzte ist wichtig und führt zu einer guten Zusammenarbeit ...

Ulrich Bucher

... Ulrich Bucher, Dienstleistungen für den öffentlichen Sektor, Zuchwil ... für jede Lösung gibt es ein Problem ...

... und für jedes Problem eine Lösung. Viel Spass und Einsicht beim Lesen des Vortrages von Ulrich Bucher und besten Dank, dass wir diesen als pdf-Dokument (gleiches Fenster) zur Verfügung stellen dürfen.



Vor einem Jahr erschienen: Evangelisch unitarische Kirche oder Unitarier?

Vor zwei Jahren erschienen: Rat der Religionen

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
»Die Reformierten Medien publizieren neu die Pendlerzeitung ref. am abend. Sie wird ab heute jeweils Werktags um 17 Uhr vorerst in Bern, Basel und Zrich verteilt ...

... lesen sie weiter bei ref.ch ... »

Da ich im Ausland bin, kann mir vielleicht jemand ein Exemplar auf die Seite legen - das vom 1. April.

Vor einem Jahr erschienen: Rhein oder halt doch Aare

Vor zwei Jahren erschienen: Bilder vom Friedensmarsch

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Ein Life-Bericht über das open Forum in Davos von Jean-Claude Cantieni, Chur.

Hier sein Bericht als pdf-Datei (gleiches Fenster).
Über die Art der Musik in Kirchen wurde schon viel gestritten. Die einen mögen moderne, zeitgemässe Musik und andere weniger oder verbannen sie sogar. Die reformierte Kirche Zürich empfiehlt populäre Musik in Kirchen.

«Den reformierten Zürcher Kirchgemeinden wird empfohlen, in Gottesdiensten vermehrt populäre Musik erklingen zu lassen. Das hat die Kirchensynode am Dienstag beschlossen ... weiter bei ref.ch ... »

Jede Kirchgemeinde soll selbst entscheiden, was sie erlauben will. Das Gefälle zwischen städtischen Kirchen, Agglomerations-Gemeinden und ländlichen Gemeinden kann eine Rolle spielen - muss aber nicht. Meine persönlichen Musikerlebnisse in der Kirche finden sie bei libref.

Etwas Toleranz ist von Nöten. Man könnte auch über Pop-Musik streiten ob jetzt die von 1773 oder die von 1973. Es gibt vermutlich keine Musikrichtung, die vielseitiger als die Pop-Musik ist.

Die zu wählende Musik ist aber relativ schnell gefunden. Es ist die, die den Jugendlichen (und auch Älteren) gefällt. Diese Jugendlichen werden einmal die Kirche tragen - und zwar nur die, welche eine gute Erinnerung an die Kirche haben. Moderne Musik in der Kirche ist eine Chance. Es kann auch das Kirchgemeindehaus sein. Wichtig ist aber, dass bei der Eröffnung ein Pfarrer oder eine Pfarrerin zu den Gästen spricht. Das ist Kirchenmarketing.

Chriggu Lehmann und Franziska Möri

... der zuständige Kirchgemeinderat Chriggu Lehmann, der gestern mit 22 Jahren an der Kirchgemeindeversammlung nach einer Amtszeit von vier Jahren verabschiedet wurde und die Jugendpfarrerin - danke für euren Einsatz ...

Mischpult

... manchmal etwas Technik. Gute Beziehungen machen manches finanzierbar ...

rot sehen

... bei populärer Musik sehen leider einige immer gleich rot ...

schwarz weiss

... andere eher schwarz-weiss ...

verschwommen

... andere wiederum sehen es etwas verschwommen ...

QL

... wichtig ist, dass es für die Besucher cool ist - QL eben, wie hier als Beispiel im Januar 06 in Langenthal. Und im Kanton Zürich wird es seit heute zur Nachahmung empfohlen ...

Text und Fotos: Stephan Marti-Landolt (damals Kirchgemeinderats-Präsident) - Finanzblog - Originalbeitrag beim Kirchgemeindeverband des Kantons Bern

... das Mail ist drei Tage alt, die Vorführung war vorgestern, zum Schreiben bin ich erst gestern gekommen und das Leben von Johann Comander begann vor weit über 500 Jahren. Wir sind also immer noch schneller, als die meisten andern. Aber lernen sie ihn kennen ...

... Johannes Dorfmann, getauft auf Hans Dorfmann in Maienfeld, dann gräzisiert zu Comander, Komé Dorf, anér Mann, war 1523 vor Ostern durch den Stadtrat zum Prediger in St. Martin berufen worden. Das Land war weithin nicht mehr katholisch, doch auch noch nicht reformiert. Chur wusste um die Empathie Comanders für die Lehren Luthers, doch der Durchbruch zur Reformation geschah mählich. Während Zwingli in Zürich erstmals um 1525 das Abendmahl im zürcher Grossmünster zum Zeichen der Reformation austeilte, geschah das in St. Martin in Chur mutmasslich 1527. - Comander traf schwierigste Verhältnisse an, Einerseits setzter er einen Toleranzartikel durch, welcher das Land ermächtigte, die Pfarrer frei zwischen den Konfessionen zu wählen, was europaweit damals ein Unikum war, indem der Landsherr über die Religion der Untertanen sonstwo diktierte, anderseits grassierte wiederholt die Pest in Chur, welche die Stadtbevölkerung um die Hälfte reduzierte. Auch Comander verlor seine erste Familie.

Aus den erhaltenen Briefen Comanders an den St. Galler Reformator Vadian und Comanders im Staatsarchiv weithin erhaltenen Predigten (in gestochen klarer Handschrift) folgt, dass ein soziales Gewissen als ein Stück Stadtkultur mit ihm erwachte. Der erste erhaltene Brief an den Churer Stadtrat direkt nach seiner Wahl empfiehlt die Aufnahme eines Aussätzigen vom Lande im städtischen Krankenhause. In Predigten ringt er mit Gott darum, er möge der Pest endlich ein Ziel setzen oder doch wenigstens sich für solches Heimsuchen erklären, nachdem die Stadt im vorangegangen Jahrhundert durch einen noch kaum vernarbten Stadtbrand gelitten hatte. Wo er keine Antwort erhielt, ging er zu den Kranken, tröstete – und begleitete auf den Gottesacker ‚Scaletta’, wo auch er beerdigt wurde, doch starb er in hohem Al ter und nicht an der Seuche an seelischer & körperlicher Erschöpfung. Eine Comander-Kirche in der Churer Neustadt erinnert an den Reformator heute, und eine Glasmalerei zeigt ihn im Ratshause. Am ‚Reformatorentore’ des Grossmünsters in Zürich steht er zwischen den schweizerischen Reformatoren.

Das Spiel mit Laien aus der theologisch –liberalen Gruppe der Landeskirche zu Comanders 450. Todestag hat Pfarrer Fritz Peer, Pfarrer bis 2006 in Chur, Mitglied der veranstaltenden Gruppe und der Arbeitsgemeinschaft für freie Theologie (AFT) verfasst. Es endet mit Martin Luthers Liede: ‚Hilf Herr Gott, hilf aus dieser Not’ mit dem Tode Comanders. Durch Schattenspiel, Musik, Text und Projektionen von Stadtbrand, entfernteren Schauplätzen werden verschiedene Ebenen, zeitlich, diesseits und jenseits, künstlerisch gestaltet.

von Jean-Claude Cantieni, Chur ...

... der den Stadtrat spielte, welcher den Comander berufen hat. Das Comander-Festspiel fand in der Sankt Martins Kirche in Church statt, aber aus gut unterrichteter Quelle weiss ich, dass diese Kirche nicht wegen ihres Verwalters Martin so heisst. Mal schauen, ob der gar Leute aus Bethlehem kennt ... und zum Schluss mache ich noch Werbung. Sind sie schon Mitglied bei der Vereinigung Freier Protestanten Chur - einer Sektion von libref.? E-Mail jccantieni at bluewin dot ch wird weiter geleitet (oder an mich)

Zusammenstellung: Stephan Marti-Landolt - Finanzblog
Sehr geschätzter Herr Pfarrer Lutz,

haben Sie freundlichen Dank für Ihr Gespräch, das Sie heute in der Sternstunde des Fernsehens führten. Ihre präzisen Gedanken zum reformierten Inhalt von Glaubensfreiheit, bzw. wie sie sich von verweltlichtem, gleichsam beliebigen Gewohnheits-Glauben abhebt, gingen zu Herzen. Sie kamen ja spürbar von Herzen.

Unsern Blog-Redaktor Stephan Marti in Langenthal habe ich gerne gebeten, das Gespräch für das Blog, auf dem wir kommunizieren, indem das Schweizerische reformierte Volksblatt seinen Dienst einstellte, zu eruieren und mir gestattet, es in ein paar Zeilen zusammenfassen, sollte er nicht fündig werden. Unsere darüber hinausführende Frage ist, inwieweit das Wahre zugleich das Rechte ist, ob eine Verwandtschaft, gar obligatorische Verwandtschaft besteht? Unser Vorstand von libref. in Partnerschaft mit den beiden Dozent/Innen Helen Keller, Völkerrechtlerin und Reiner Anselm, Theologe, je Uni Zürich, erörtern wir deshalb eine neue Aufgabe für den Dachverband mit dem Focus: Menschenrecht als kritische Instanz, Recht des Zweifels (und Chance des Verständigens (Jörg Paul Müller in Reformation Nr. 2/2007) & religiöser Friede.


Ad multos annos namens unsrer ganzen Fraktion von libref!



Chur, den 23. September 2007

Sternstunde - Link vermutlich nur eine Woche mit Hinweis auf Samuel Lutz - versuchen sie es später mit klack.de

Hier meine Zusammenfassung: Hörte heute das Gespräch mit Samuel Lutz in der Sternstunde am Fernsehn. Ob der Text für das Blog erhältlich ist? Lutz verdeuttlichte zu Beginn, dass die reformierte Konzentration auf das gepredigte Wort (der Bibel bzw. Gottes) in seiner Auslegung befreiend statt fixierend zu wirken hat, während die katholische Kirche auf Letzteres mit Dogmen drängt, um den Menschen Halt zu geben, an den sie sich klammern können, was viele anscheinend suchen, in dem wir in keiner zweifelsfreien Welt mehr wohnen. Die daraus entstehende Angst vor Orientierungslosigkeit führt Menschen in die Psychoanalyse. Ob dort nicht schon wieder Ideologie statt Wahrheitssuche getrieben wird? Lutz differenzierte sehr weise zwischen Wahrheiten, die Religion für sich reklamiert. Einerseits ist das Wahre die Wahrheit (nach einer Formel von Max Weber), dann ist sie anderseits eine Wahrheit zwischen Gott und jedem einzelnen Menschen durch die Epochen hindurch, und sie ist schliesslich auch eine zwischen Glauben und Wissen im befreienden Dialog. Lutz nannte schliesslich im Gespräche mit der Interviewerin Frau Stark zum Ziel von Oekumene in reformiert bzw. theologisch-liberaler Intention, welche er von dem der katholischen Kirche abgrenzte, dass Oekumene als Konzentrationsprozess unter Konfessionen und Religionen im sich einander Anverwandeln vervielfachend, statt vereinheitlichend zu wirken hat. ‚In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen’ (Johannes 14, 1-2). – Samuel Lutz sprach übers Fernsehn hinaus aus dem Herzen und uns zu Herzen. Beethoven wünschte sich das für seine Missa solemnis: ‚Von Herzen, möge sie zu Herzen gehen’, schrieb er darüber.

Jean Claude Cantieni, Chur
9 Thesen zum Gottesdienst vom 5. August 2007 in der reformierten Kirche Langenthal, gehalten von Pfarrer Dr. Werner Sommer.

«K a t e c h i s m u s 3

Was ist Kirche?



1. Jesus von Nazareth wollte keine Kirche gründen. Seine Absicht war – mit Hilfe der zwölf Jünger – die zwölf Stämme Israels wiederherzustellen. Motiviert wurde er durch seine Überzeugung, dass der Anbruch des Reiches Gottes unmittelbar bevorstehe.

Dass der historische Jesus keine Kirche gründen wollte, ist heute in der neutestamentlichen Wissenschaft – sowohl katholischer- wie protestantischerseits – weitestgehend common sense. Auch scheinen in den ersten Jahrhunderten bei den Laien die Grenzen zwischen Judentum und Christentum fliessend gewesen zu sein. Die Schriften der Theologen suggerieren klarere Grenzen.



2. Wenn die Kirchen bis heute lehren, dass Christus die christliche Kirche gegründet habe, so bezeugen sie im Grunde damit die sekundäre Entstehung der Kirchen. Denn „Christus“ ist die Bezeichnung für den – mit historischen Methoden nicht erfassbaren – Auferstandenen. Er ist Chiffre für die nach Jesu Tod einsetzende christliche Tradition und Gemeindebildung.

Es ist immer problematisch, mit historisch gewachsenen Begriffen die Vergangenheit erklären zu wollen. Das zeigt sich besonders deutlich am Begriff „Kirche“. ̉Εκκλησία (Ekklesia), bzw. im Plural ̉εκκλησίαι, bezeichnen im Neuen Testament die unterschiedlichsten Formen von Zusammenkünften: Kirche als Gesamtbegriff (wobei damit nicht eine verfasste Organisation gemeint ist, sondern der soziologisch greifbare Leib Christi), die Ortsgemeinde(n), aber auch Versammlungen und sich spontan zusammenfindende Gruppierungen.
Erst in den sog. Frühkatholischen Briefen scheint eine deutlichere Organisationsform aufzuscheinen. Wobei auch die dort erwähnten Bischöfe nicht Bischöfe im modernen Sinne (Leiter eines Bistums in apostolischer Sukzession) gemeint sind, sondern es sind (so weit erkennbar) eine Gruppe von administrativen Funktionären innerhalb einer Gemeinde!
Die Form der heutigen katholischen Kirche setzt sich erst im Verlaufe der Jahrhunderte durch. Ihre moderne geschlossene Organisationsform ist eine recht junge Entwicklung, die mit dem Tridentinischen Konzil (1545 – 1563) und der daraus folgenden Katholischen Reform ihren Anfang genommen hat.


3. Seit Anbeginn gibt es verschiedene Gemeindeformen und Organisationsstrukturen. Sie konkurrieren miteinander, sie kooperieren aber auch; immer gibt es auch isolierte Entwicklungen.

Berühmt sind die Auseinandersetzungen des Paulus mit Petrus und der sog. Jerusalemer Urgemeinde (Gal. 2). Paulus gelingt es, für seine Missionsgemeinden eigene Regeln (sowohl theologischer wie auch organisatorisch unabhängiger Art) durchzusetzen. Als Konzession an den Führungsanspruch des Herrenbruders Jakobus und der Jerusalemer Gemeinde führt Paulus in seinen Gemeinden eine Kollekte zugunsten der Jerusalemer Gemeinde durch. Petrus ist offensichtlich zuständig für die judenchristlichen Gemeinschaften.
In 1.Kor.3, 22 erscheinen drei konkurrenzierende Gemeindehäupter: Paulus, Apollos und Petrus. Paulus legt dabei den Nachdruck auf die Feststellung, dass nur Christus das Haupt sei, der wiederum Gott unterstellt sei.
Eine isolierte Kirchenentwicklung finden wir z.B. seit dem beginnenden Mittelalter auf der Insel Irland. Die dortigen Christen geben sich eine klösterliche Organisationsform. Daneben gibt es unzählige andere Entwicklungen (z.B. in Mesopotamien, in Arabien – wo sie den entstehenden Koran beeinflussen - in Indien, in China usf.).



4. Auch die theologische Entwicklung verläuft uneinheitlich. Die Grenzen innerhalb und ausserhalb der christlichen Gemeinden sind unscharf. Erst mit dem Eingreifen Kaiser Konstantins auf dem Konzil zu Nicäa 325 beginnt sich allmählich eine einigermassen einheitliche Orthodoxie durchzusetzen.

Jüdisch-orthodoxe und jüdisch-hellenistische Einflüsse, neuplatonische und andere philosophische Ideen, hellenistische Religionen, gnostische (in den verschiedensten Spielarten), mönchisch-asketische, römisch-juristische, magische, mystische und später als „liberale“ und „orthodoxe“ deklarierte Vorstellungen durchmischen sich. Daneben gibt es auch eine starke Märtyrerbewegung. Es gibt noch kein einheitliches Lehramt. Die christliche Religion ist in ihren Anfängen eine „Patchworkreligion“.
Die neuen Handschriftenfunde apokrypher Schriften zeigen ein immer differenzierteres und auch zunehmend komplizierteres Bild der christlichen Religion in der Spätantike.
Die nach 325 einsetzende kirchliche Entwicklung ist weder theologisch noch organisatorisch gradlinig. Das setzt sich bis in die Gegenwart fort.



5. Die sog. „Apostolische Sukzession“ ist historisch nicht haltbar und theologisch äusserst fragwürdig, bindet sie doch das Wirken des Heiligen Geistes an einen rein formalen äusseren Akt.

Die „Apostolische Sukzession“ geht auf die Stelle Mt 16,18 ff. zurück, wo Jesus zu Petrus sagt: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Ekklesia bauen…“ Auf dieses Wort geht die Berufung des Petrus und seiner Nachfolger als Leiter (Papst) der Kirche zurück. Die Vollmacht „zu lösen und zu binden“ wird durch Handauflegen an alle Priester weitergegeben.
Wenn das Wort auf Jesus zurückgeht, dann bedeutet es, dass Petrus die Führung des neuen israelischen Stämmebundes zu übernehmen hat (eine moderne „Kirche“ stand nicht im Blickfeld des historischen Jesus! S.o. These 1). Auch sind aus der spätmittelalterlichen Kirchengeschichte Beispiele von gültigen Priesterweihen ohne apostolische Sukzession bekannt.
Theologisch besonders fragwürdig ist die starre Regelung, dass der Heilige Geist durch eine – magische – Geste (Handauflegung) gebunden und zum Handeln gezwungen wird. Es gibt genügend Stellen im Neuen Testament, die genau das Unverfügbare von Gottes Handeln betonen („Der Geist weht, wo er will“…Christus spricht: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“…).
Zwingli hat immer wieder die ungebundene Macht Gottes angesprochen. Gerade als Reformierte haben wir das Unverfügbare des Heiligen Geistes zu betonen. Unsere Gottesdienste sind – genau gleich wie auch die beiden Sakramente – eine ständige Bitte um das Kommen des Heiligen Geistes. Wir haben Gott nicht. Im besten Falle hat er uns!


6. Die reformierte Kirche ist im Grunde keine Kirche sondern eine Gemeinschaft!

Die katholische Kirche spricht den protestantischen Kirchen wegen des Fehlens der Apostolischen Sukzession und dem damit verbundenen ungültigen Sakramentengebrauch den Titel „Kirche“ ab. Wenn „Kirche“ eine einseitig männlich organisierte hierarchische Struktur mit Apostolischer Sukzession meint, dann ist zumindest die reformierte Kirche tatsächlich keine Kirche!
Der Titel, der katholischerseits den protestantischen Kirchen zugestanden wird, ist der von „Gemeinschaften“. Diese Bezeichnung trifft m.E. das Wesen der reformierten Kirche besser. Gemeinschaft ist eine Organisation Gleichrangiger, unabhängig von Geschlecht und Beruf (sie haben mit dem allgemeinen Priestertum aller Gläubigen ernst gemacht!). Gemeinschaft kennt keine fixen hierarchischen Strukturen. Gemeinschaft ist dynamisch und immer unterwegs. An Gemeinschaft kann jedermann, der will, teilhaben – auch die katholische Kirche.
„Gemeinschaft“ ist theologisch höher zu bewerten als „Kirche“: Gemeinschaft heisst lateinisch communio, Teilhabe. Mit diesem Begriff wird katholischerseits das Abendmahl umschrieben als Teilhabe am Göttlichen. Communio ist auch – gemäss dem Apostolischen Glaubensbekenntnis die „Gemeinschaft der Heiligen“. Offenbar stehen die Protestanten mit ihrer „Communio-Struktur“ Gott und den Heiligen näher, als es die katholische Kirche tut!


7. Die reformierte Kirche als Gemeinschaft ist eine offene Weg- und Suchgemeinschaft. Sie steht prinzipiell jedermann offen.

Als volkskirchliche Organisation bleiben wir mit jedermann guten Willens im Gespräch. Da wir nur Bittende um den Heiligen Geist sind, ist jedermann dazu eingeladen, mit uns an diesem Bittgebet, das unsere Existenz darstellt, teilzunehmen.
Wir sind theologisch keine Besitzenden. Wir sind Suchende. Wir sind Hoffende und Bittende. Wir sind im besten Falle Gebende.


8. Als offene Weg- und Suchgemeinschaft sind die Reformierten prinzipiell für alles Denken offen und kennen keine Tabus. Reformierter Glaube ist demgemäss eine „Patchworkreligion“. Er nähert sich damit wieder den altkirchlichen Ursprüngen.

„Patchworkreligion“ ist nicht gemeint im Sinne von Beliebigkeit, sondern im Sinne des frühen Pauluswortes (1.Thess. 5, 21): „Alles prüfet, das Gute (τὸ καλόν) aber behaltet.“
Eine grundsätzliche Offenheit zeichnet das reformierte Denken aus. Er ist allen neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft aufgeschlossen und versucht sie in seinen Glauben einzubauen. Das bedeutet aber auch, dass der reformierte Weg der schwierigere ist: denn er ist prinzipiell nie abgeschlossen. Immer wieder muss er überprüft, korrigiert und überdacht werden. Es gilt der Satz aus dem 19. Jahrhundert: „ecclesia reformata semper reformanda!“ (die reformierte Kirche ist immer zu reformieren).


9. Kirche ist dort, wo versucht wird, gemeinsam den christlichen Glauben zu leben.

Man sollte um der Vor-Läufigkeit des Glaubens willen, die Gestalt der Kirche nicht überbetonen. Sie hat auch keine eigene Sakralität; sie ist eine menschliche Organisation zur Stützung, Bewahrung und Weiterentwicklung des Glaubens. Daher sind im Grunde alle Diskussionen um die „wahre Kirche“ eine Auseinandersetzung um des Esels Schatten oder um des Kaisers, bzw. des Papstes Bart!

Kirche hat mit Gemeinsamkeit, mit Gemeinschaft zu tun. Der christliche Glaube kann tatsächlich ohne Kirche gelebt werden. Diese ist ja keine göttliche Stiftung. Doch sucht der Glaube auch immer gemeinsame Wegabschnitte mit andern Menschen. Diese (punktuellen) Wegabschnitte kann man Kirche nennen. Daher können auch wir Reformierte sagen:
Wir sind Kirche!

Pfarrer Dr. Werner Sommer, reformierte Kirche Langenthal-Untersteckholz

Pfarrer Dr. Werner Sommer


Lieber Werner, danke, dass wir deine Predigt wieder geben können. Der Papst war nicht zugegen, aber gut 200 Interessenten von Nah und Fern. Ich hab mich entschuldigen lassen - solche Predigten verpasse ich sonst nie, denn die sind spannend. Tagesthemen, das wollen die Leute hören. Und der neueste Stand vom Papst-Besuch in Bivio - er hat sich noch nicht angemeldet.

Foto und Zusammenstellung: Stephan Marti-Landolt - Finanzblog
Beiträge 1 - 10 / 22