3027 Bern-Bethlehem dürfte dem Namen nach eines der bekanntesten Quartiere aller Schweizer Städte sein. Und zu Weihnachten ist das Sonderpostamt weltweit beliebt. Wenn möglich pilgere ich dieses Jahr zum 46 mal dorthin, denke an meine Jugendzeit zurück und versende meine Festtagsglückwünsche aus dem Tscharnergut mit einem liberalen Link zum Christentum.

Libref., das liberale Christentum feiert am Bettag anlässlich der Hauptversammlung und beim Verleih des prix libref. das 140. Vereinsjahr - gegründet 1871 in Biel - auf Schloss Reichenau.

Pinot Tscharnergut

Schlossherr ist der Winzer Gian Baptista von Tscharner, der unter anderem auch schon einen Pinot Noir mit dem Namen "Tscharnergut" ausbaut hat. Im "Tscharni", dem heutigen Zentrum von Bethlehem, bin ich aufgewachsen. Unser Präsident war vor kurzem im ursprünglichen Bethlehem. Grund genug diese beiden Orte im Schlossgarten zu präsentieren und Bündner Spitzenwein zu geniessen. Vielleicht gibt es sogar die zwei oben abgebildeten Spezialitäten zu verkosten. Wie wäre es wenn wir die nächste Versammlung in Genf machen - Apéro auf der Domäne Balisiers, zum Beispiel den namenlosen "Sine Nomine". Wer heute keine Trauben lesen oder geniessen kann, liest mit Genuss das Interview mit diesen beiden Spitzenwinzern über die damals noch fast unbekannte Weinausbaumethode mit dem Konzentrator.

3027 Bern-Bethlehem

3027 ist die höchste Postleitzahl einer Stadtberner-Quartierpost. Zumindest bei der Durchreise hat man den Eindruck, dass es auch das neueste Quartier sei. Die Poststelle befindet sich über 50 Jahre im heutigen Zentrum Bethlehems, im Einkaufszentrum des Tscharnerguts. 1959 hat man die Schwerkraft überwunden. Die Russen im kalten Krieg mit der ersten Raumsonde, die das Schwerefeld der Erde verliess und die Ideen von Hans Reinhard die den Grosssiedlungsbau revolutionierten.

Einkaufszentrum Tscharnergut

Weihnachtsstimmung vom Fellergut (Bümpliz) aufgenommen.

Einwohnermässig ist Bethlehem das 2. grösste Quartier der Stadt Bern – 12 500 Einwohner. Zahlen sind leicht gerundet. Bümpliz hat einen Viertel mehr.

Bethlehem


Einwohner je Quadratkilometer:

2600 im Kirchenfeld - nobel und für die Wohnqualität gelobt

5300 im Monbijou und in Bümpliz - Wohnqualität besser, als vermutet

9600 in der Länggasse - das feine Quartier, alteingesessen, Uni

10100 im Mattenhof - wo liegt der – zumindest nicht an der Aare

13850 im Breitenrain - grössere Grünflächen sind im Kasernenareal zu finden

2997 in Bethlehem - extrem viel öffentlicher Erholungsraum


Im Tscharnergut alleine sind es schätzungsweise 20 - 25 000. Nur hat es hier extrem viel Freifläche und es halten sich nie alle zusammen darin auf. Nicht nur Kinder und Jugendliche werden dafür benieden.

Tscharnergut


Das Westend in Wiesbaden hat 25' und ist nicht mit dem West-End im Brünnengut von Bethlehem zu verwechseln. Schleichreklame sei bei diesem Link erlaubt. Unser einziges islamisches Mitglied (ohne Stimmrecht, das ist den Reformierten vorenthalten) und pakistanischer Bürgermeister kandidiert im Kanton Aargau für den Nationalrat - Dr. Yahya Hassan Bajwa.

Übrigens, der Distrikt Freguesia de Santo Antonio innerhalb von Macao hat eine Bevölkerungsdichte von praktisch 100'000 Personen. Heute gilt das Tscharnergut als weltweiter Meilenstein im Grosswohnungsbau. Am Anfang hatten es die Medien, vor allem das Schweizer Fernsehen mit Werner Vetterli und seiner Extremmanipulation schlecht gemacht. Deshalb vermutlich der Ausdruck "Vetterliwirtschaft" (s. 3. Link oben).

Heute hat Bethlehem den 2. grössten Ausländeranteil in der Stadt Bern. Nur im gelben und roten Quartier (Hirschenplatz bis Zytglogge) ist er grösser. Am Anfang war er im Tscharnergut sehr klein - Wohnungen waren knapp, man konnte auslesen. Und manche Familie mussten innert kürzester Zeit umziehen, weil Berner Baugeschäfte ältere Häuser aufkauften, Bauarbeiter einquartierten und später Neubauten mit mehr Wohnungen bauten. Sogenannte Renditeobjekte. In unserer ehemaligen 3-Zimmerwohnung in der Länggasse wurden über 20 (!) Italiener einquartiert. Das Wort "Menschenrechte" hätte es schon damals gegeben.

Auf obigem Bild sehen sie den Bahnhof Bümpliz Nord. Früher sogar offizielle Haltstelle des TGV nach und von Paris. Wenn das Bahnhofsgebäude auf der nördlichen Seite der Schienen liegen würde, hiesse er Bethlehem. Eine knallharte Grenzlinie wie sie in dieser Länge in der Schweiz vielleicht einmalig ist. Der Container-Zug der weltweit grössten Container-Schiff-Reederei aus der Gruppe Møller – Mærsk wird aber den Hafen auf dem Bethlehemer Quartiergebiet nie erreichen, obschon Bethlehem einen solchen am Wohlensee aufweist. Das einzige Quartier in der Stadt Bern mit zwei Seen. Der Weyermannshaus See, bis in die 50iger Jahre ein Naturteich, ist das grösste Beton-Schwimmbecken der Schweiz - mit Gratiseintritt.


In der Nähe im Nachbarquartier Holligen wird auf dem Europaplatz das Haus der Religionen errichtet. Mitinitiant ist der "Verein runder Tisch der Religionen" der sich seit 1993 aus den fünf grossen Weltreligionen und den Christ-Katholiken zusammensetzt und sich den gemeinsamen Alltagsproblemen in Bethlehem annimmt.

Tram

Bethlehem war eigentlich immer schon liberal den Religionen gegenüber. Und modern, was die Kirchenbauten anbelangt. Hinter dem jahrelang Schlagzeilen machenden Tram ist die Sankt Mauritius Kirche zu sehen. Eine katholische Kirche mit nur einer einzigen kleinen Glocke.

Kirche Bethlehem

Aber seien sie versichert. Selbst die kleinste Glocke der reformierten Kirche Bethlehem tönt reiner. Diese Kirche und mein Elternhaus haben mich mit dem liberalen Gedankengut geprägt. Mein Pfarrer war so liberal, dass er aus der Berner Kirche ausgeschlossen wurde. Eigentlich müssten wir Liberalen uns einsetzen, dass die Geschichte von Pfarrer Koch aufgearbeitet würde. Einer der besten Pfarrer, die ich je erlebt habe. Und Diskussionen gab es, denn wir waren nicht immer gleicher Meinung. Einen Sitzstreik vor dem Migros und dem ABM, dem zweiten als Providurium erstellten Einkaufszentrum im Tscharnergut, hat er abgesagt. Auf den Einkaufsrausch vor Weihnachten wollten wir aufmerksam machen. Wenn schon, hätten wir vor allen Läden einen Sitzstreik durchführen müssen. Aber sicherlich nicht nur vor Duttis Laden und schon gar nicht vor dem andern, der damals dem Kloster Einsiedeln gehörte. Und das Schönste kam dann noch. Irgendwann mal später habe ich erfahren, dass mein Vater hier im Kirchgemeinderat war. Alls Mitglied einer Kollegialbehörde hat er nie etwas über diese Geschichte erzählt.

"Herr Gott noch einmal", warum sind wir Liberalen so verklemmt und sagen unseren Kindern nicht, dass wir liberal sind und vor allem, was liberal ist. Letzten Montag war die Hauptversammlung der liberalen Sektion Langenthal und da bemerkte eine Dame: "Wieso macht ihr nicht Werbung, um unsere Kinder als Mitglieder zu werben. Vor über zehn Jahren, als ich deren Präsident war, haben wir das gemacht. Resultat - kein einziges zusätzliches Mitglied. An der Versammlung wurde auf ein Grosskind aufmerksam gemacht, das eine Berndeutsche CD herausgegeben hat. Wenn er Mitglied wird (CHF 8.-- je Jahr), dann bin ich bereit, ein Konzert mit ihm für libref. durchzuführen. Vermutlich wird er diese Zeilen nie lesen, denn die liebe Grossmutter wird rein statistisch gesehen nicht den Mut aufzubringen, über die liberale reformierte Kirche zu sprechen und ihn anzuwerben. Meine Kinder wissen, dass ich (und sie) liberal sind. Mitglied werden scheint für die meisten Liberalen kein Thema zu sein. Schliesslich ist man nicht der Kirche sondern dem reformierten Glauben verpflichtet. Echte, nicht bekennende Liberale eben mit einer abendländischen Kultur.

Zuviel Nebensächliches, das ja eigentlich das Leben prägt? Dann lesen sie eben quer. Ich erlaube mir hier meine Gedanken zu meinem Buch aufzuschreiben, das langsam aber sicher sich von den Strukturen her abzeichnet. Jetzt beim Schreiben höre ich im Radio Chuck Berry - my Dingeling. Beautifull, zumindest so Chuck. Die Originalversion dauert länger, als ich Zeit habe, in Reichenau über das Tscharni und Bethlehem zu sprechen.

1970 hat Pfarrer Koch in der Kirche Bethlehem ein Rock-in-Church Konzert durchgeführt. Ich konnte das erste für Langenthal rund 30 Jahre später ganz revolutionär (!?) zum etwa 45-jährigen Bestehen des Rocks durchführen. Zeit, um in die Geschichte einzugehen.

Der Beginn des Tscharnerguts ist auf das 17. Jahrhundert einzustufen. Ein von Tscharner hat von von Erlach das Fellergut übernommen ...

Fellerstock


... und eine Allee führte ins heutige Tscharnergut. Die trennende Eisenbahnline trennte noch nicht. Geplant war vor Jahrzehnten eigentlich der grösste Flugplatz der Schweiz. Wechseln wir zum Velo. Mein Schulweg führte fünf Jahre an den Überbleibseln dieser quartierverbinden Strecke vorbei. Links war Scapa, , das alte und das neue Schloss Bümpliz und unter uns - fünf Stöcke genau - Ändu ...

Patent Ochsner - Stadt Bern


... er wohnte im 9. Stock Büne Huber mit seiner W. Nuss vo Bümpliz. Genau genommen in dieser Zeit eher bei seinen Eltern mit Muschle, seiner Schwester. Irgendwie kommt mir jetzt mein Bruderherz in den Sinn. Ganz patent, an seinen Texten zu beurteilen ein echt Liberaler. Aber vermutlich weiss er das nicht. 95% aller Liberaler wissen nicht, dass sie liberal sind. Ja, da war noch der nicht ganz liberale Pfarrer vom vergangenen Samstag, der manchmal nur drei Kirchgänger hat. Der sagte was extrem Tiefgreifendes. "Liberal oder nur Distanziert?"

Gehen wir wieder auf Distanz oder werden wir nah zum Geschehen. Je nach Blickrichtung. Das Schloss Reichenau mit dem Nachfahren derjenigen die dem Tscharnergut den Namen geben haben, leben denkmalfreier. Meine beiden ehemaligen Zuhause in Bern-West ...

Waldmannstrasse 61 - Tscharnergut


... sind heute denkmalpflegerisch und geschichtlich interessanter. 9/11 würde es im Schweizer Bethlehem nie geben. Ranglistenmässig sind die fünf 20ig-stöckigen Wolkenkratzer mit rund 50 Metern Höhe auch nur Winzlinge. Wenn wir die Zählart der Chinesen brauchen, sind es deren 13. Weltweit gibt es 6oo Wolkenkratzer über 200 Meter, 50 mit mehr als 300 Metern und der islamische Buri Khalifa in Dubai ist mit 828 Metern am höchsten ... aber die höchste Kirche steht in Chicago. Zehn Meter höher als die "echte Kirche", das Ulmer Münster und noch mal 30 dazu für das Minaret der ‏مسجد الحسن الثاني‎ in Marokko

Ja, dann gibt es noch ein weiteres Bethlehem (ganz unten) in der Schweiz. Genau genommen in Schwyz. Ruedi unser Revisor wurde Ende Juli im Rollstuhl daran vorbei gestossen. Er konnte meine Rechnungen nicht mehr revidieren. Seine Frau hat die Karte geschrieben. Ich kann ihm nachfühlen, weiss wie es ist, gerollstuhlt zu werden, nicht schreiben zu können, auf andere angewiesen zu sein. Ruedi, ich kann heute wieder relativ gut selbst gehen und schreiben. Langsamer zwar und mit viel mehr Tippfehlern. Ds Hirni isch viu schnäuer aus d'Finger u de due i mi haut mängisch verbuchstable - sorry. Gnies das wo us Richenau chunt.

Und die andern müssen sich gedulden, bis ich über den zweiten Part von Bethlehem etwas ins Blog stellen werde. Ja unser Präsident muss mir halt die digitalen Unterlagen nachreichen und ich werde den Bettag ausdehnen und noch drei Tage rund ums Bündnerland die Welt erkunden. Und merken sie sich: Beten allein hilft nicht, an sich glauben und kämpfen ist wichtig. Und wenn ich Glück habe, treffe ich als Liberaler auf meinen Reisen Pfarrer Klaas Hendrikse der sagt "Es gibt keinen Gott" oder auf die vikarische Bloggerin Carla Maurer in ihrem Jahr als Vikarin.

Glockenturm

Beim Glockenturm im Tscharnergut findet keine Bettgspredigt statt. Der hat mit der Kirche nicht viel gemeinsam, aber mit unserem Glauben. Übrigens, ein ausführliches und lesenswertes Dokument. Nehmen sie es bitte ihr und allenfalls auch mir nicht übel, wenn Zahlen nicht korrekt sind. Diese sind schon für Bethlehem fast nicht zu bekommen, geschweige denn für eine der vier Hochhaussiedlungen in diesem Quartier. Und falls sie die drei heiligen Könige suchen - Kaspar, Balthasar und Melchior - die findet man nicht im Tscharnergut, wohl aber in Bethlehem.

Liberale, verbindet euch, zusammen wären wir stark. Wir müssten nur Farbe bekennen.

Hahn

Einen speziellen Gruss noch von unserem etwas griesgrämig dreinschauenden "Wappentier" aus dem Tscharnergut-Zoo

Vor einem Jahr:
Zum Gedenken an Anne-Marie Bianchi-Segond

Vor 2 Jahren erschienen:
Die notwendige schöpferische Pause

Vor 3 Jahren erschienen:
SEK - Dank für Gedankenaustausch

Vor 4 Jahren erschienen:
Kreationismus - Evolution oder aus der Rippe von Adam

Vor 5 erschienen:
Turmgiesserei in Langenthal

Vor 6 Jahren erschienen:
Der schleichende Fundamentalismus in den Schweizer Landeskirchen



© libref - Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog

living education

www.LivingEducation.org info at LivingEducation dot org
PC 60-223344-6
Pakistan – eine Naturkatastrophe!

Baden, 11, 8. 2010

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Medien haben über die historische Flutkatastrophe berichtet. Tausende Menschen sind umgekommen. Millionen sind obdachlos und haben ihr Hab und Gut verloren.

Helfen Sie direkt, indem Sie den Badener gemeinnützigen Verein LivingEducation vor Ort unterstützen. So wissen Sie genau, wo und wie Ihr Geld eingesetzt wird.

LivingEducation bekämpft seit 2004 eine andere, permanente Katastrophe: Die Missachtung der Menschenrechte der Frauen. Wir kämpfen für deren Rechte und für die Ausbildung von mittellosen Mädchen.

Leider kommen jetzt beide Katastrophen zusammen. Denn viele der Schülerinnen des Mädcheninternats stammen gerade aus der von der Flut heimgesuchten Gegend.

Durch die Flutkatastrophe steht der Keller im Menschenrechtsbüro unter Wasser. In diesem Grossraum stehen die PC und Nähmaschinen, die für die Fortbildungskurse verwendet werden. Im Mädcheninternat stürzten zwei Lehmhäuser und eine Grenzmauer ein. Personen kamen aber zum Glück nicht zu Schaden.

Wir sind nun mit den Reparaturen und dem Wiederaufbau beschäftigt und hoffen, dass wir mit dem Schulbetrieb ab Mitte September wieder beginnen können.

LivingEducation hat auch ein internes Konto eröffnet mit dem Vermerk „Flutopfer 2010“.

Als Einwohnerrat von Baden und als Mitglied des Grossen Rats, bürge ich mit meinem Namen für LivingEducation.

Unterstützen Sie die Projekte von LivingEducation, einer kleinen Badener Hilfsorganisation, die im Aargau und in Pakistan seit Jahren gut verankert ist.

Als Präsident bin ich auch gerne bereit, vorbeizukommen, um die Projekte mittels einer kleinen Präsentation vorzustellen und Ihre Fragen zu beantworten.

Im Namen der betroffenen Frauen und Mädchen danke ich Ihnen schon jetzt für jede Unterstützung und der Schweizer Obrigkeit, dass dieser in der Steuererklärung absetzbr ist.

PC 60-223344-6
LivingEducation
Bahnhofstr. 7, PF 1351
5400 Baden / Schweiz

Wenn Sie speziell für die Flutopfer spenden wollen, bitte den Vermerk „Flutopfer2010“ anbringen. Ansonsten wird der Betrag für die übrigen Sozialprojekte verwendet.

Mit freundlichen Grüssen
Dr yahya hassan bajwa
Präsident LivingEducation Schweiz
Einwohnerrat Baden
Grossrat Aargau



Yahya kann keine aktuellen Bilder zur Verfügung stellen, denn das Internet ist zusammengebrochen. Stellvertretend hier ein Video von Youtube:


Unsere Spende wird morgen dem Postfiance-Konto PC 60-223344-6 mit dem Vermerk "Flutopfer 2010 gutgeschrieben. Viel Erfolg und Durchhaltewillen beim Wiederaufbau.

Vor einem Jahr:
Sendepause

Vor zwei Jahren erschienen:
Jalsa Salana der Ahmadiyya Bewegung in Frauenfeld

Vor drei Jahren erschienen:
Europa, Asien, Amerika und Afrika in Bivio

Vor vier Jahren erschienen:
«Krieg ist inhuman»

Vor fünfJahren erschienen:
George W. Bush und die Darwinsche Evolutionstheorie



© libref - Zusammenstellung: Stephan Marti - Finanzblog

!--30127733-- Blogverzeichnis
38 : 31 ist nicht das Resultat eines Superspiels an der WM in Südafrika, sondern das Ergebnis der Wahl für den neuen SEK-Präsidenten Gottfried Locher.

Neuer Ratspräsident bei den Reformierten" - nur Radio Vatikan schreibt, wer schlussendlich Gottfried Locher zur Wahl des SEK-Präsidenten verholfen hat ... die französischsprachige Schweiz. Herzliche Gratulation Herr Locher und wir von libref. hoffen mit ihnen genau so gut oder noch intensiver als mit ihrem Vorgänger Thomas Wipf zusammenarbeiten zu können.

Wir gratulieren auch David A. Weiss für seinen Achtungserfolg.

Den wesentlich längeren Originalbeitrag finden sie auf Freie Welt oder im Finanzblog.


Vor einem Jahr erschienen:
Portrait des Vereins freier Protestanten CH

Vor zwei Jahren erschienen:
Einmal ein wirklich ethisches Konzept

Vor drei Jahren erschienen:
Bethlehem und zwei mal Tscharnergut

Vor vier Jahren erschienen:
Davinci beim St. Peter

© libref - Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
"Calvins Untergang. Die Kapitalwirtschaft wurde quasi in der Schweiz erfunden ...
... Doch unser Geschäftsmodell hat sich überlebt ... lesen sie weiter in das Magazin von Daniel Binswanger ... "

Mir gefällt dieser Artikel. Aber hat Binswanger wirklich recht? Darüber dürfte im Calvin-Jahr noch einiges zu erfahren sein. Vielleicht ist es sogar angebracht zu schreiben wer als Calvin nicht gemeint ist. Unbestritten Calvin Klein hat auch herr-liche Sachen und dürfte weltweit der bekannteste Calvin sein. Calvin Russell ist auch nicht gemeint - aber ein Geheimtipp. Sein Name erinnert an Gérard Roussel und dieser ist "schuld", dass aus dem Rechtsgelehrten Jean Cauvin der Reformator Johannes Calvin wurde.

Wer hat nun den Kapitalismus erfunden. Wirklich wir Schweizer, wie das Ricola? Sicher nicht. Der Kapitalismus ist nicht erfunden worden, das ist eher eine Zeiterscheinung die sich an vielen Orten auf der Welt heraus kristallisiert hat. Beachten sie in das Magazin die lesenswerte Reaktion von Fritz Wegelin. Ob er verwandt ist mit Wegelin der ältesten Bank der Schweiz? Ich denke, dass er zumindest in der Partnerstadt des ehemals kommunistischen Dobrusch wohnt. Einer Stadt, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und ich "huáixiāng". Ich schätze, dass es sich beim Kommentatoren um den liberalen Synodalen des Kantons Bern handelt.

Über Kirche, Religion und Kapital liesse sich viel schreiben. Trennen können wir es nicht. Den Artikel 100 des Code of Hammurabi will ich noch erwähnen. Er steht in Stein gemeisselt im Louvre Paris. Der Codex Hammurapi hat anscheinend vor 3800 Jahren festgelegt, was Zinswucher ist - in § 89 ist ein maximaler Zinssatz von 20% für Silberkredite und 33 1/3% für Gerstenkredite festgelegt. Nun soll mich aber niemand fragen, wo der fehlende Artikel denn zu suchen sei ... Finanzen und Rechtliches waren schon oft undurchsichtig.


Die Beiträge über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog und diesmal auch bei libref. wo heuer noch Einiges über Jean Calvin zu lesen sein dürfte..


Vor einem Jahr erschienen:
Jean Ziegler und die Menschenrechte ...


Vor zwei Jahren erschienen:
Synode Bivio vom 24. bis 26. August 2007

Vor drei Jahren erschienen:
Sind Sie liberal oder konservativ?

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Heute weiss vermutlich jeder wer Charles Darwin war. Er würde den 200. Geburtstag feiern ...

(Originalbeitrag im Finanzblog)

... genau genommen würde er uns als Analytiker und ausgewiesener Beobachter sagen, dass sich sein einziger Geburtstag zum 200. mal jährt. Und wenn sie denken, das hätte nichts mit Wirtschaft zu tun, dann dürften sie sich irren. Grob gesagt ist die Demokratie in den USA für seine Evolutionstheorie und die Republik mehrheitlich für das "intelligente Dessign", den Kreationismus. Wenn wir in der Geschichte zurückblicken, hat der Streit, wie so mancher andere auch, mit einer öffentlichen Feststellung eines G.W. Bush seinen Lauf genommen. Ja, auch in der Schweiz hat der Streit stattgefunden.

Die Ideen von Darwin kann ich nachvollziehen. Aber wie ist das mit dem Ineligent Design? Waren Adam und Eva von weisser Hautfarbe? Ich denke, die meisten nehmen dies an. Nur, wie sind in wenigen tausend Jahren schwarze, braune, rote, gelbe Menschen entstanden? So schnell ist das vermutlich nicht gegangen, obschon man heute weiss, dass genetische Änderungen relativ schnell vonstatten gehen können.

Joachim Bauer hat viel geschrieben, unter anderem auch "Das kooperative Gen". Das "springende Gen" oder "Transposons" hat nun die Welt dreigeteilt.

Darwin war auch ein Vielschreiber und mit einer technischen Revolution, die er sich vermutlich nicht träumen liess, lässt sich seine Evolutionstheorie nun anhören. In Zukunft dürfte aber die Biomedizin- und die Genom-Forschung noch einiges an den Tag bringen, was die Kreativen, nicht aber die Kreationisten interessieren dürfte.



Vor einem Jahr erschienen: «Verlogener Widerstand» - Zeit, den Spiegel der Zeit zu reinigen

Vor zwei Jahren erschienen: Gurdwarasahib

Vor drei Jahren erschienen: Marti an Marti - ein Dankeschön

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
... aber nur als Blogger des Kirchgemeindeverband des Kantons Bern.

Knapp 200 Beiträge in knapp zwei ein Halb Jahren. Es hat Spass gemacht und hoffentlich einige zum mitdenken angeregt. Reformiert, Römisch-katholisch und Christkatholisch, alle vereint, miteinander, so sollte es auch andern Orts sein. Ja, vielleicht kommt einmal sogar etwas multikantonales ... aber meine Vorstandstätigkeit ist vorbei, denn ein Aargauer soll nicht den Bernern dreinreden. Das ist auch richtig so, obschon ich vermutlich immer ein bisschen Berner bleiben werde und für "Notfälle" kennt ihr die Telefonnummer und sogar die Vorwahl bleibt. "Mit etwas Wehmut ...", so beginnt ein Brief, der mich sehr freut ... von Hansruedi Spichiger.

Ansonsten findet das Jahr 2009 wie erwartet statt und wird auch seine Höhepunkte haben. Gleich am ersten Tag des Jahres wird vom Münster Bern eine Uraufführung für sieben Glocken von Daniel Glaus zu hören sein. An Themen wird es nicht fehlen und ich bin auf die Nachfolge gespannt. Vorübergehend wird allenfalls Frau Vogel vom Sekretariat sich zu Worte melden.

So viele Weihnachts-, Neujahrskarten , Anrufe und E-Mails habe ich noch nie erhalten. 2008 war für viele ein bewegendes Jahr und nun darf ich eine Antwort auf meine Wünsche wieder geben, von einem, der sich die Mühe genommen hat, einige Jahrzehnte Revue zu passieren:

Lieber Stephan
Herzlichen Dank für deine Gedanken zum vergangenen Jahr und zum bevorstehenden Jahreswechsel.

Politik
Auch ich bin neugierig, was die politischen Veränderungen in der Schweiz und in den USA in Zukunft bringen werden. Noch vor 20 Jahren war ich selbst aktives SVP-Mitglied; doch inzwischen muss ich mich fast schämen, jemals eine solche Partei unterstützt zu haben. Sicher: die SVP hat da und dort einiges ins Rollen gebracht; doch die Umgangsformen und die selbst gewählte Oppositionsrolle passen einfach nicht in die politische Landschaft der Schweiz. Da wäre etwas mehr "miteinander" statt "gegeneinander" eher am Platz.

Börse
Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht, dass die UBS-Aktie für unter Fr. 15.- zu kaufen ist? Aber eben, auch hier gilt die Regel: wer hoch hinaus will, muss damit rechnen, tief zu fallen. Was mich in den letzten Jahren oft geärgert hat: da verdienen sich einige resp. viele Personen eine goldene Nase (Banken, Pharma, Nahrung, Versicherungen etc.) - und wer bezahlt das? Wir alle! Doch jedesmal wenn ich so etwas in die Diskussionsrunde eingebracht habe, wurde ich damit gebremst, das seien private Gesellschaften und der Lohn sei eine interne Angelegenheit und diese Leute seien ihr Geld wert! Wie viel sie ihr Geld wert waren, haben wir nun alle selbst sehen können - und wieder einmal mehr: wir Konsumenten und Steuerzahler bezahlen ihre Zeche!
Kirche
Ich weiss nicht, was du mit der Berner Kirche für Erfahrungen gemacht hast; doch grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die "obere" Führung schon in Ordnung ist; doch das "Bodenpersonal" versagt oft. Obschon ich selbst weder gefirmt noch konfirmiert wurde und eine Kirche nur an bestimmten Anlässen von innen sehe (Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Konzerte etc.) bezeichne ich mich selbst als "religiöser" Mensch; denn ich glaube an eine "höhere Macht" und "Führung" und versuche mein Leben gerecht zu leben (z.B. nach den zehn Geboten). Nur der regelmässige Kirchgang und die Mitgliedschaft in einer Kirche ist für mich nicht genügend, wenn das Leben vor und nach der Kirche in eine andere Richtung zeigt. Wir haben Bekannte, die sich kürzlich an eine christliche Organisation angeschlossen haben; doch wenn ich höre und sehe, wie sie von "Ungläubigen" reden (und damit meinen sie alle, die nicht ihrer Organisation angehören - also auch alle Reformierten und Katholiken) und wie die Organisation ihre Mitglieder mit eigenen Veranstaltungen (Ferien, Wochenende etc.) in ihre Richtung leiten resp. "Gehirnwäsche" betreiben, dann stellt es mir die Nackenhaare und ich muss für mich nur eins sagen: Hände weg! Da sind für mich diejenigen Personen wertvoller resp. glaubwürdiger, die sagen, dass alle Religionen auf dieser Welt das gleiche Fundament und den gleichen Gott haben - die Religionen daraus entstanden je nach Jahrhundert und geographischer Lage einfach etwas unterschiedlich.

Familie
Schade, dass ihr euch nach fast 30 Jahren getrennt habt; doch wie du schreibst: es liegt leider im Trend. Drei von meinen Brüdern sind auch schon geschieden und zwei haben wieder geheiratet und im Bekanntenkreis erleben wir auch immer wieder das Gleiche. Auch wir hatten vor ca. 7 Jahren eine tiefgreifende Krise (ich war kurz davor, auszuziehen); doch zusammen konnten wir das Steuer kurz vor dem Aufprall herum reissen und glauben wieder an eine gemeinsame Zukunft. Dieses Jahr hat auch in dieser Sparte Veränderungen gebracht: Mitte Jahr sind wir Grosseltern geworden (jetzt darf auch ich neben der Grossmutter ins Bett). Unsere Tochter (schon seit einigen Jahren verheiratet) hat einen gesunden Sohn geboren.
Wenn ich so auf mein Leben zurück schaue, dann fallen mir jedoch noch weitere Stichworte ein, die zu meiner jetzigen Lage passen:

Konstanz
Du weisst ja noch von früher: ich wurde in eine Familie geboren, die sich stetig wandelte. Geboren in Genf, hatte ich meine Kindheit im Limmatdorf Oetwil, besuchte die Primarschule in Worb und die Sekundarschule in Bümpliz. Während der Lehre wohnten wir wiederum in Worb und Anfang Tech wohnten meine Eltern in Riedbach. Wenn ich jetzt zurückschaue, dann habe ich (neben unserer Ehe) in folgenden Sparten eigene Rekorde gebrochen: seit über 16 Jahren wohnen wir hier in Bern-Bethlehem in einer einfachen 4-Zimmer-Wohnung und sind zufrieden, unser letztes Auto begleitete uns über 14 Jahre und 200'000 km lang, nächstes Jahr feiere ich mein 10-jähriges Jubiläum bei der kantonalen Verwaltung und mein Motorrad ist auch schon über 6 Jahre alt. Klar, wenn ich alle Jahre zusammenzähle, die ich im Büro an der Brünnenstrasse fast am gleichen Arbeitsplatz verbracht habe (4 Jahre Lehre, fast 1 Jahr danach, 4 1/2 Jahre als angestellter Architekt und 8 Jahre als Teilhaber) dann sind dies eindeutig mehr als 10 Jahre; jedoch in unterschiedlichen Funktionen. Konstanz sehe ich aber auch im "roten Faden", der mich durch mein Leben begleitet (und damit wäre ich wieder bei der "Führung" unter dem Stichwort "Kirche"): ohne meinen damaligen Lehrmeister und späteren Geschäftspartner hätte ich nicht diese Anstellung beim Kanton, die ich jetzt inne habe (und mit der ich glücklich bin). Die Weichen für heute haben sich für mich somit schon 1971 gestellt! Bümpliz und Bethlehem gehören mitunter auch zur Konstanz: schon vor meiner Geburt wohnten meine Eltern hier in Bümpliz und wenn ich alle Jahre zusammenzähle, in denen ich hier gearbeitet resp. gewohnt habe, dann komme ich gut und gerne auf 35 Jahre.

Entschleunigung
In der Zeit, wo sich die Welt immer schneller dreht, alles immer schneller verarbeitet werden muss und niemand mehr Zeit haben will, habe ich mir zum Ziel gesetzt, diesem Trend entschieden entgegen zu treten. Da wir oft zu Fuss unterwegs sind (wandern), haben wir uns schon vor einigen Jahren ein Halbtaxabo zugelegt. Im Frühling 2008 haben wir dann aufs GA gewechselt und geniessen seither die Freiheiten im ÖV. Nach 2-jähriger Vorbereitungszeit haben wir uns im September 2008 von unserem Auto getrennt und uns der roten Flotte von Mobility angeschlossen. Ich bin der Meinung: es geht auch so. Zudem geniesse ich es, wenn mein Terminkalender nicht immer randvoll ist; d.h. wenn ich meinem Gegenüber ruhig sagen kann: ja, ich habe Zeit für dich. Dass ich meinen Arbeitsweg zu Fuss machen kann (8 Minuten) ist natürlich auch ein wesentlicher Vorteil.

Viel Text - viele Gedanken - und hoffentlich viel Energie, den Alltag auch nächstes Jahr wieder anzupacken und sinnvoll zu gestalten.

Wir wünschen dir frohe Festtage und alles Gute zum Jahreswechsel
Martin und Familie

Danke Tinu und allen Lesern wünsche auch ich viel Energie - packen wir es an, das 2009, es gibt noch viel zu tun und es wird garantiert ein spannendes Jahr. und viel einfacher haben es die jenigen, die langfristig denken.

Uferlos - ein Wort, das jeder zu kennen scheint, das man im Finanzwesen in den letzten Monaten täglich hört. In der Finanz-Branche ist bei "uferlos" eigentlich nur das begleitende Wort wichtig. Absahnen oder beim Luzerner Andrea Vogel "Sand treten" ...

Andrea Vogel

... uferlos Sand treten und dann mit seiner Ehefrau Beatrice "keck" ein Buch schreiben - uferlos eben. Und wenn sie immer uferlos feilschen, wie dies in der durchquerten Sahara in Nordafrika so Brauch ist, dann liegen 20 Prozent Rabatt drin wenn sie sich in Kürze mal von Timbuktu nach Marrakesch begeben.

Ich mag ganz besonders Vögel, die Antwort geben. Die Bussarde ums Haus, die meinen Pfiff morgends und abends erwidern, die Amsel die früher die Ponys nachmachte und mich zum Narren hielt oder eben Andrea, der obiges Foto schoss. Wie lange musste er wohl warten, bis der Sandsturm seine Fussspuren verwischt hat, weil er ja den Fotoapparat aufstellen musste? Stellen sie ihm doch die Frage selber.

"Ich hab's geschafft" - pdf-File im gleichen Fenster ...

... heute Abend ist er in Liestal, morgen ... und wem das noch zu wenig Vortragsdaten sind, die gesamte Liste - pdf-File gleiches Fenster.

Orion-TourAndrea Vogel
Transsahara-Expedition – von Timbuktu nach Marrakesch

Erste Sahara-Durchquerung eines Europäers entlang der legendären
Salzkarawanen-Route seit 150 Jahren. Foto – Film – Theater

Musik und Live-Songs: Dänu Brüggemann

Eine «Multimedia Crazy/No Limits Show»

Unter dem Patronat der UNESCO Kommission der Schweiz.

Orion Tour

Was wird er wohl über die Salzstadt und das weisse Gold von Taoudenni erzählen? Oder konnte er es gar durch seine vom Wüstenwind malträtierte Nase nicht mehr riechen und nur noch im Schweiss schmecken? Oder verdunstete dieser zu schnell in der Hitze.

Den letzten Sahara-Sand habe ich vor wenigen Wochen gesehen - auf meinem Gartentisch - kontrollierbar via Satelitenbild. Und irgendwann sehe ich auch Andrea wieder. Diskutiere mit ihm und Beatrice über Gott und die Welt. Einer der weiss, was Ethik bedeutet: «Die heutige Gesellschaft ist mit ihrer Profitsucht und ihrem Wertezerfall in eine Schieflage geraten, die es wieder zurechtzurücken gilt.» Einer, der so manchen Berg erklommen hat und am meisten Mühe mit dem Besteigen der Kanzel in Grüsch hatte, im Ort, wo er aufgewachsen ist.

Es gäbe heute noch so viele Möglichkeiten, selbst Abenteuer zu unternehmen. Nach Grüsch zum Beispiel, von der Ganda aus. Diretissima über den Berg. Die Namen in der Sahara sind ihnen wohl geläufiger als Valzein oder Furna. Landquart mögen sie ja noch kennen, aber haben sie gewusst, dass dies ein Dorfteil der Gemeinde Igis ist. Igit, ich habs auch vergessen, trotz 17 wöchigem Fremdenlegions-Abenteuer mit Rheinsand-Robben in dieser Gemeinde und später einigen Vorträgen am Plantahof.

Frühere Beiträge über Andrea Vogel.



Vor einem Jahr erschienen: Glaubens- und Gewissensfreiheit - Wende in der Bundesgerichtspraxis

Vor zwei Jahren erschienen: Bliggenstorfer meldet sich ab

Vor drei Jahren erschienen: Forum für einen fortschrittlichen Islam

Text: Stephan Marti - Finanzblog
Wie soll man sich Informationen über ferne Länder besorgen, die man nicht selbst bereist hat. Am besten man kennt einen Kollegen aus dem Netzwerk der selbst berichtet. Dr. Yahya Hassan Bajwa, Schweizer und Pakistani berichtet direkt aus Islamabad.


Pakistan ganz normal

Selbstmordanschläge, Strassenblockaden, Streik der Naanbais – der traditionellen Brotbäcker und Stromausfälle. Das ist der Normalzustand nicht nur in Islamabad, sondern in ganz Pakistan. Das Versprechen, die Preise auf den Stand wie vor 15 Jahren zu bringen, ist gescheitert. Die Bevölkerung sieht langsam ein, dass auch die neue PPP Regierung unter dem Präsidenten Zardari, keine Wunder für den armen Mann bewirken will. Die USA kämpft ihren Krieg weiter gegen die Taliban und Al Qaida im Grenzgebiet zu Pakistan. Hingegen fordert die amerikanische Politik die Talibana in Afghanistan auf, an der Zentralregierung teilzunehmen – in der Hoffnung, die Taliban als Verbündete gegen Al Qaida zu gewinnen. So verrückt kann die Politik sein. Oder ist das der Normalzustand?


Islamabad aus der Sicht der Geschäftsleute

Best Taylor nennt sich das Schneidergeschäft im Super Market in Islamabad. Normalerweise ist dies ein Ort des Shoppingvergnügens und der Restaurants. Ich frage einen Angestellten, wie er seine Geschäftssituation nach dem Marriott-Anschlag einschätze. Schon vor der Hotel-Explosion sei die Lage nicht sonderlich gut gewesen, erwidert er. Schon vorher habe es Anschläge gegeben, nun sei der Markt praktisch leer und die Kundschaft fehle. Ob sich noch Ausländer in den Markt wagen, wollte ich wissen. Zu ihnen hätten sich keine ausländischen Kunden verirrt. Aber auch die pakistanischen Käufer fehlen. Wie es weitergehen soll, wüsste er nicht. Auch die Festtage, die sonst ein gutes Geschäft bedeuten, seien nicht aus den roten Zahlen gekommen. Die Sicherheit fehle und niemand verliesse sein Haus freiwillig. Auf die Frage, ob Präsident Zardari der Retter Pakistans ist, meinte der Schneider: Wenn Zardari genauso ehrlich und Ziel gerichtet arbeitet, wie er es getan hat, um Präsident zu werden, dann könnte er sicher auch das Land retten.
Mein Coiffeur, Naseer Ahmad, der seinen Laden in Bhara Kahu, einer Vorstadt Islamabads hat, stöhnt. Er habe keine Arbeit. Bis am Abend verdiene er mit Ach und Krach 200 Rupien. Mit diesen Einnahmen könne er seine Familie, die in seinem Dorf lebt, kaum ernähren. Alles sei teurer geworden und es wäre bereits ein Wunder, wenn man am Abend Essen kaufen könne. Was er als Hauptproblem betrachten würde, fragte ich Naseer. Das seien die Anschläge. Die meisten Opfer wären Leute wie er, aus der Unterschicht. Ob sich denn die politische Situation mit der Wahl der PPP und dem Präsidenten Zardari nicht dramatisch verbessert habe – so das Versprechen vor den Wahlen, wollte ich wissen. Der PPP Wähler Naseer sagt enttäuscht, dass sich die Situation verschlechtert habe. Zardari sei an der Macht und sie hätten eine noch grössere Teuerung als unter Musharraf. Er lamentiert, dass jeder, der an die Macht ist, seine eigenen Kassen fülle. Alle seien Diebe und Gauner.


Zwei Ausländer, die sich nicht von den Terroristen bezwingen lassen

Linda Gask, Psychiatrieprofessorin an der britischen Universität Manchester, ist nicht zum ersten Mal in Pakistan. Ob sie denn keine Angst habe, wenn sie in das bombastische Pakistan käme. Angst habe sie nicht, sie sei aber inzwischen vorsichtiger. Beim letzten Besuch wohnte sie im Hotel Pearl Continental, da habe sie sich sicherer und entspannter gefühlt. Doch diesmal sei überall die Sorgen den Menschen anzusehen. Sie würde auf jeden Fall auch zukünftig wieder nach Pakistan kommen, um hier den Menschen zu helfen. Die Terroristen wollen, dass man sich einschränkt, dass man die Gewohnheiten ändert. Gask meint, dass man es auf keinen Fall zulassen darf, dass die Terroristen gewinnen. Vielleicht werden sie am Anfang mit dieser Taktik erfolgreich sein. Hoffnungsvoll meint die Professorin, dass wir uns nicht unterkriegen lassen. Unsere Angst darf uns nicht bezwingen.


Eine Psychoanalyse des pakistanischen Volkes

Freed Minhas, Psychiatrieprofessor am Rawalpindi Medical College und Vorsteher der Psychiatrieabteilung des General Hospitals, ist überzeugt, dass der mentale Zustand der Pakistaner schlecht sei. Die grösste Herausforderung für die Bevölkerung sei das Überleben. Finanzielle Engpässe, Ausbildungsprobleme, Gesundheit und der Privathaushalt seien die grössten Sorgen, die auch zu psychischen Problemen führen können. Welchen Einfluss hat der Bombenanschlag auf die Bevölkerung in Islamabad, wollte ich wissen. Minhas meint, dass nach jedem Anschlag wir es mit traumatisierten Menschen zu tun haben. Sobald die Leichen weggetragen, die Verwundeten verarztet und die Trümmer abgetragen sind, haben wir es mit den emotionalen Schäden zu tun. Die sind schwieriger zu behandeln. Die Explosion vor zwei Wochen, die immer wieder in den Medien gezeigt wurde, ist vielleicht bald aus den Gedanken der Menschen. Doch die Wunden sind frisch für jene, die Angehörige verloren haben oder deren Geschäfte zerstört wurden. Diese Wunden zu behandeln ist schwierig.


Und zum Schluss noch dies

Kürzlich besuchte der Präsident Zardari einen Schrein und schrieb in das Gästebuch: „May Gaad give us the street to save Pakistan“. Wohl meinte er „God“ und „strength“, dann würde es heissen: „Möge Gott uns die Kraft geben, Pakistan zu retten“. Dieser Eintrag hatte einen Medienkrieg zur Folge. Man sah darin eine Verschwörung gegen den Präsidenten. Schlussendlich verschwand die Seite im Gästebuch und somit auch jeder Beweis. Das sind klare Lösungswege, solche braucht Pakistan. Deshalb ist Zardari der richtige Mann für Pakistan.

Yahya Hassan Bajwa, Islamabad/Pakistan

TransCommunication
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Dr yahya hassan bajwa
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Dieser Artikel erschien in Kurzform in der Aargauer Zeitung ... dem Wohnkanton von Yahya und mir. Auf der einen Seite wünsche ich ihm gute Besserung von Husten und Schnupfen und auf der anderen Seite nimmt er sich so wenigstens in der kalten Jahreszeit die Möglichkeit, warm zu duschen. Solche Informationen zeigen zusätzlich, wie die Leute dort leben und welche Ansprüche sie ans Leben stellen können. Pakistan, das Land weit weg von uns ... Bevölkerungs mässig an 6. Stelle auf der Welt. Spätestens in 20 Jahren ein Big Player auf unserem Planeten.

Ich denke, in der Finanzwelt ist es besonders wichtig, das Heute und die Zukunft von Emerging Markets (EMMA) an zu schauen, die nicht alltäglich sind.



Ein Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog und bei libref aufgeschaltet.


Vor einem Jahr erschienen: Glaubens- und Gewissensfreiheit - Wende in der Bundesgerichtspraxis

Vor zwei Jahren erschienen: Glaubenssache

Vor drei Jahren erschienen: Forum für einen fortschrittlichen Islam

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Längs u breits ...

längs u breits

Längs u breits ...

breits u längs

... oder doch eher «breits u längs». Die Ansagerin Renate: «Lueget se a u es ergit sich vo säuber.»

Pedro Lenz

Pedro Lenz wurde vor wenigen Tagen mit dem Literaturpreis des Kantons Bern ausgezeichnet. Mulitkulturell wie er ist kennt und beschreibt er ausführlich den Geruch der Eisbahn und des Zweifränklers, der statt für eine Ovomaltine für sieben mal Anhören des Stücks «In Zaire» von Johnny Waklin aus dem Musikautomaten ausgegeben wird ...



... Lenz erinnert sich nicht nur an Ali sondern auch, dass ...

Werner Aeschbacher

... Werner Aeschbacher heute nur rund drei bis vier Prozent seiner Schwyzer-Örgeli mitgenommen hat. Das älteste - 114 Jahre - tönt wundervoll. Danke den beiden Künstlern und der Vereinigung für eine liberale refomierte Landeskirche Langenthal - unsere «Sektion Langenthal».


Vor einem Jahr erschienen: Fast ein Minarett ...

Vor zwei Jahren erschienen: Herren Rat der Religionen

Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog
Ferienmesse in Bern - sie gibt immer Anhaltspunkte, welche Länder offener werden und um Touristen werben. Es gibt Anhaltspunkte für die Entwicklung dieser Länder an der Börse - vorausgesetzt, sie kennen die jährlichen ändernden Trends. Und am Nachmittag gibt die Demo noch Anhaltspunkte für die Entwicklung der Schweiz - meist der ärmeren und schlecht ausgebildeten.


Internet, Freitag - ah du gehst nach Bern, an die Demo? Nein, an die Ferienmesse. Messe im Sinne einer Ausstellung. Messe kann auch Kirche sein ...

Heiliggeistkirche Bern

... die Heiliggeistkirche. Dort wo Bundesrat Moritz Leuenberger gesprochen hat. Die Laterne leuchtet in voller Energie-Pracht. Die Bahnhofplatzumbaumensch haben nicht begriffen, was seine 26 Massnahmen bedeuten - die Laterne leuchtet noch heller als der Vormittagshimmel. Und wen trifft man dort - den Kirchendirektor. Bilder habe ich auch, aber die kommen später einmal. Aber herzlichen Dank für das tolle Gespräch ...

Kamel

... an der Messe treffe ich andere Kollegen ...

Bier

... die auch immer durstig sind. Diskutiere über die Antarktis und die Wüste. Letztere haben viel Geld und die Wüstensöhne investiert in schönste Bauten in Dubai - das wäre mein Ferientipp im Ausland - oder in ...

Adelboden

... Adelboden. Touristisch arbeiten die mit Engelberg und Saas Fee zusammen. Beim Mittagessen erfährt man viel darüber und zusätzlich noch über Wellness. Analysieren, beobachten und im Blog nicht alles ausplaudern, denn meine Kunden wollen profitieren ...

Wabern

... und nach der Ferienausstellung - wohin fährt das Tram Nr. 9? Gar nicht, aber es würde mich freuen, wenn ich in diesem demnächst einmal an die Endstation fahren kann, darf. Es stört mich auch nicht wenn jetzt nur Ka-ner nachkommt. Das ist eine Geheimmitteilung, wie wir sie in den nächsten zwei Stunden noch und noch hören - Polizeifunk und Handymitteilungen von WEF-Gegnern. Kurz zuvor. Zwei Strassenbahnen stehen bereit zum einsteigen, man hetzt hinein und keine fährt. Man steigt aus und informiert sich. Demo - die Innenstadt von Bern ist für den Verkehr geschlossen? Vermutlich ja. Auf den ehemaligen Pressesprecher kommen wir noch zu sprechen. In den Bus einsteigen. Überfüllt. Die Mitteilung im Bus ist eine schlechte Nachahmung an Dällebach Kari. Hoffentlich nicht der Spressesprecher der SVB, der über das Netz spricht, staggelt: Linie 9 nach Wab...Wab...Wabern ... kein Strom und eine Kundgebung in Bern. Chaos pur. Ich denke in der Schweiz, dem Land der Qualität und Erfahrungen mit Demonstrationen, dürfte dies etwas professioneller ablaufen. Was soll es, ich kann mir meine Gedanken zur Schweiz machen, wie professionell wir wirklich sind ...

Polizei, Menschen und Demo

... Menschen vorne, Menschen in der Mitte und Menschen hinten - wobei die in der Mitte von der Polizei sind - Berner und Aargauer Kantonalpolizei. Die Mehrheit die das vermutlich auf das Äusserte hassen und einige, die sich jetzt voll in ihrer Materie fühlen. Das Geschäft, in dem ich noch etwas kaufen wollte, vergesse ich, aber alle haben geöffnet. Das Schweizer Fernsehen ist anderer Meinung.

Falls sie mal zufällig einen neuen Vermögensverwalter - meine Kollegin sagt immer, das heisst Vermögensvermehrer - suchen, der an vorderster Front dabei ist - denken sie an mich - unsere ehemalige Militär-Einheit hätte an vorderster Front Kriegsbericht-Erstatter ausgebildet. Zum Glück ist hier nicht Krieg und wo die vorderste Front ist weiss keiner. Ich schaue mir solche Sachen, wenn ich zufälliger weise Gelegenheit habe, echt gerne an. Gewalt und Zerstörung verabscheue ich aufs Tiefste - aber ich möchte mehr über die Menschen erfahren, die hier dabei sind. Vielleicht diskutiere ich heute noch mit einer Person, die so etwas gar nicht mag. Ich will beobachten, mir eine eigene Meinung bilden können. Wenn sie mich gestern nicht darauf angesprochen hätte. wäre ich ohne Teleobjektiv nach Bern gegangen.

Ich kann ihnen versichern, eine Nikon, eine grosses Objektiv, ein eher alternatives als Krawatten gebundenes Aussehen und manchmal mehr zu wissen als andere hilft extrem. Ich werde als neutral, als reportierend und analysierend eingestuft und kann mit Polizei, Tourist und Krawallbruder gut diskutieren - wobei letztere für ich extrem selten zu sehen sind ...

Polizei Sperrzone

... warum fährt da ein Velofahrer? Keiner ist orientiert. Hören sie beim Diskutieren mit der Polzei den Polizeifunk und diskutieren sie mit Jungen, die mit dem Handy telefonieren. Vielleicht braucht es ein geübtes Auge, aber sie finden immer heraus, was «interessant» sein könnte. Man hat darüber diskutiert, den Mobilfunk zu stören - ich kann aber problemlos Bilder ins Blog stellen. Vielleicht treffe ich wieder einmal den ersten Berner Polizisten und kann mit Hans-Jürg Käser über Software diskutieren. In Zürich misst man das Verkehrsaufkommen mit den Handyverbindungen - eine Berner Firma hat dies organisiert - auch meine eigene IT-Struktur. Keiner weiss, was wo läuft und da hilft nur extreme IT-Technik aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Einen solchen «IT-Spinner» treffe ich kurz darauf zwischen den zwei Säulen auf dem Bild. Polizei-Sperren darf man hier umgehen - ich habe zweimal gefragt. Der IT-Mensch sucht vermutlich auch einen neuen Job. Ehemals Grossfirma, Medienhaus über noch Frau noch anverwandt. Es tut weh, was heute so alles in der Schweiz abläuft. Das Fernsehen steht daneben und filmt, wie Chinesen - oder sind es Japaner - vor die Polizeitfront stehen und Erinnerungsbilder mit dem Zeitglockenturm aufnehmen. Die Ferienmesse hat den besseren Eindruck unseres Landes hinterlassen. Der IT-Mensch und ich diskutieren, ob der ehemalige Sprecher der Verkehrsbetriebe zu seinem Ex-Chef geht und von der einen in die andere Gratiszeitung wechselt. In unserer Zeit schadet es nicht, wenn man einige Hintergründe kennt ...

Fernseh oder Wasserwerfer

... Fernseh- oder Wasserwerfer-Fahrzeug? Wir wissen es nicht. Es wendet um 180 Grad, man könnte aber schneller um einen Häuserblock fahren. Die Polizei behindert sich mit all ihren Fahrzeugen selbst. Einige helfen wenden, rufen, buhen, pfeiffen ... sind das jetzt Anti-WEF-Demonstranten oder wie der IT-Mensch, der das mal zwei Stunden anschauen will und dafür in die Innenstadt gekommen ist. Viele die mitmachen haben keine Stelle, keine Lehrstelle. Dank Nikon kann ich mit diesen problemlos diskutieren und bin eigentlich geschockt, was die alles erzählen und auf der anderen Seite diskutiere ich mit mindestens gleich vielen Polizisten und Journalisten. Dank Nikon und grossem Zoom sehe ich neutral aus und ich denke, ich bin es auch ...

Zytgloggeturm

... zuerst wird man von der Strasse Richtung Bärengraben verbannt und anschliessend dürfen Bewohner der Nebenstrasse nicht mehr beim Rathaus Richtung Bärengraben gehen. Keiner weiss was läuft, die Aargauer Polizisten, die friedlich mithelfen, auch nicht. «Wir haben keine Ahnung was läuft.» Ich denke, dass ich nach Hause will. Beim Käfigturm am oberen Waisenhausplatz (so komme ich mir auch fast vor) bin ich links und hinten von der Polizei umzingelt. Drei vier fünf Sekunden Massenbewegung - unangenehmes Gefühl. Rechts brüllen sie Judenschwein, Hitlersau und keiner unternimmt was. Nur eine Dame wird gepackt, weint und sagt, ich habe ja nur zugeschaut und wird abgeführt. Richtung Polizeikaserne - die steht zum Glück gleich unten an diesem Platz. 100 Meter weiter wird ein Mann und eine Frau verprügelt - für mich sehen die beiden nicht aus wie Demonstranten. Ich bin aber Tourist und kann dies nicht beurteilen. Aber die Gewalt, die einige ganz wenige Polizisten jetzt verüben, kann ich zur Kenntnis nehmen. Lieber Hans-Jürg, da wird noch einige Schulung nötig sein. Bei einigen ganz wenigen, denn die meisten Polisten und es hat auch viele Polizistinnen ist dies nicht nötig. Die bleiben ruhig, anständig, wie sich das für eine Hauptstadt gehört - die Hauptstadt der neutralen Schweiz ...

Polizei prügelt

... mit den Fäusten werden Abgeführte verprügelt - ich habe das schon einmal erlebt - das tut weh, auch zum Zuschauen. Der Hans-Jürg, der Bernische Polizeidirektor, sieht das garantiert auch nicht gerne. Das ist «Nahrung» für die WEF-Gegner. Er ist in der gleichen liberalen Partei wie ich, in der gleichen landeskirchlichen liberalen Vereinigung und seine Frau gehörte zum Kader in unserer Stadtkirche. Einer unserer Pfarrer hat sich einmal auch für eine WEF-Veranstaltung eingesetzt. Friedlich, nicht demonstrierend, aufmerksam machend was auf der Welt falsch läuft, mit dem WEF zusammenarbeiten und nicht gegen das WEF sein. Mit Kampf können wir die Welt nicht verbessern, sondern indem wir auf Missstände aufmerksam machen und gemeinsam versuchen, diese zu beheben ...

Kerzen und 6000 Paar Schuhe

... Kerzen und 6000 Paar Schuhe - eine solche Aktion ist sinnvoll und Frieden stiftend. Krawallbrüder sind nicht die Lösung und es ist gut, wenn so viele hunderte von Polisten Ruhe bewahren und Ruhe ausstrahlen. Der grösste Teil hat sich absolut super verhalten und durch die imposante Anwesenheit vermutlich viel verhindert. Zwei Stunden war ich an vorderster Front dabei und habe ganz andere Erfahrungen gemacht, als einige Medien berichten. Schade, wie heute auch von eigentlich angesehenen Medien berichtet wird. Um 10 vor 10 ist mein Text geschrieben und ich schaue am Samstag um 22.35, wie da informiert wird. Machen sie sich selbst ein Urteil, damit sie wissen, wo wir stehen und wohin die Reise geht.

Ich versuche, für meine Kunden ein ethischer Vermögensverwalter zu sein und deshalb erlaube ich mir auch, manchmal ganz anderes zu berichten und zu denken - für die Welt wäre dieses System nicht so schlecht.

Text und Fotos: Stephan Marti - Finanzblog
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