Kennen sie Fritz Buri? Nein! Aber sie kennen Albert Schweitzer oder Gottfried Keller? Dann ist es Zeit, dass sie sich den Namen und etwas mehr über den weltoffenen liberalen Theologen Fritz Buri merken ...

Fritz Buri und Albert Schweitzer

... eine Foto der Foto vom Erinnerungstag in Täuffelen. Ja, die Täuffeler - ja nicht mit Täufferer zu verwechseln - sind stolz, dass dieser Pfarrer in ihrer Gemeinde im Seeland war. Liberal ist auch die heutige Pfarrerin Schaeren, mindestens zwei mal wusste sie die Teilnehmer an der Predigt zum Schmunzeln, gar Lachen zu bringen. "Passet de bim Kreuz (Restaurant) uf d'Fussgänger uf wo vom Zug chöme. U die soue de o uf e Zug uffpasse, süesch müesse mer de no e ..." und hier hält sie inne, lacht auch. Das Traurige in der Kirche ist manchmal unumgänglich, aber bei den Liberalen darf auch das Lustige, das Farbenfrohe sein ...

Fritz Buri - Bild von Samuel Buri

... Fritz Buri - Bild von Samuel Buri, seinem Sohn ... vermutlich sein "kleinstes" Werk ist im Schubladenmuseum zu besichtigen ... farblich schön abgestimmt ...

Zürcher Bibel - gestaltet von Samuel Buri

... und das wohl bekannteste Werk ist die Zürcher-Bibel, hier die einzelnen Bilder, die von Samuel Buri gestaltet wurde ...

Fritz Buri Gedenktag in Täuffelen

... vor dem Eingang zum Pfarrhaus in Täuffelen. Liebe Frau Schaeren, wird sind zwar nicht dazugekommen zusammen zu sprechen, aber ich weiss nun, wieso sie mich in der Predigt anschauten als sie erwähnten, dass auch Künstler dabei sind. Liberale dürfen weiss tragen, das ist bei uns schon lange nicht mehr nur der Braut vorbehalten. Wir bekennen uns zu keiner Farbe, sind bekenntnisfrei (Seite 10, rechts) und keiner weiss dies besser, als der schwarz gekleidete Max Balsiger neben dem anderen Ehrenmitglied von libref., Frau Dreyer.

Ganz speziell erwähnen möchte ich noch Prof. Jean-Claude Wolf - 2. von rechts (Jacke über der Achsel). Herzlichen Dank, dass wir ihr Referat ungekürzt wiedergeben dürfen:

Fritz Buri – Zur Theologie in Gottfried Kellers Werk

Jean-Claude Wolf (Universität Fribourg)

(Anm.: alsWord-Dokument - docx - in wissenschaftlicher Darstellung und korrektem Zeilenumbruch)

Der Beitrag entstand zum Gedenktag Fritz Buri in Täuffelen 1934-1948. Er fand am 22. August 2010 in Täuffelen im Kanton Bern/Schweiz statt. Der Anlass wurde mit einer Ausstellung von Bildern des Sohnes Samuel Buri bereichert. Weitere Referenten waren Peter Schulz und Imelda Abbt. Die Tagung wurde von Frau Pfarrerin Mariette Schaeren organisiert und durch einen Gottesdienst in der Kirche Täuffelen eröffnete.
Im Folgenden wird Buch Gottfried Kellers Glaube. Ein Bekenntnis zu seinem Protestantismus vorgestellt, das der reformierte Schweitzer Pfarrer und spätere Basler Ordinarius Fritz Buri in seiner Zeit als Pfarrer in Täuffelen (1934-1948) verfasst hat, zusammen mit einem weiteren Buch über Carl Spitteler und Vorträgen über den Maler Albert Anker (1946). Das Keller-Buch erschien 1944 im Verlag Paul Haupt Bern. Es ist L. J. van Holk und Kurt Leese in treuer Verbundenheit gewidmet. Leese war unter anderem bekannt durch seine sorgfältige Rekonstruktion der Geschichte der natürlichen Theologie und der protestantischen Mystik. Seine Werke waren präsent im Archiv für genetische Philosophie in der Villa Karneol an der Römerstraße 29, wo Walter Robert Corti wirkte, wo ich bereits als Gymnasiast und junger Student meine „erste Universität“ und geistige Wahlheimat fand wo mir von Frau und Herrn Corti für zwei Jahre großzügig Gast- und Wohnrecht gewährt wurde. Walter Robert Corti hat Kurt Leeses Buch Recht und Grenzen der natürlichen Religion herausgegeben. Corti war den radikal-liberalen Theologen, zu denen auch Hermann Raschke gehörte, sehr verbunden. Sein Beitrag zur „Mythopoese des werdenden Gottes“ wurde von Martin Werner in einem eigenen Abschnitt seines Werkes Der Weg des protestantischen Glaubens ausführlich gewürdigt. (Auf die Bedeutung dieses Gedankens werde ich anlässlich einer Feier zu Cortis 100. Todestag im Archiv der Zentralbibliothek am 9. September 2010 in Zürich eingehen.) Ich erwähne hier diesen Zusammenhang mit Corti, um den bildungsbürgerlichen Hintergrund liberaler Theologen und Philosophen anzudeuten. Vor diesem Hintergrund war es selbstverständlich, dass man Gottfried Kellers Werk in extenso kannte. Das Buch von Buri über Keller durfte im Archiv für genetische Philosophie nicht fehlen!


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living education

www.LivingEducation.org info at LivingEducation dot org
PC 60-223344-6
Pakistan – eine Naturkatastrophe!

Baden, 11, 8. 2010

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Medien haben über die historische Flutkatastrophe berichtet. Tausende Menschen sind umgekommen. Millionen sind obdachlos und haben ihr Hab und Gut verloren.

Helfen Sie direkt, indem Sie den Badener gemeinnützigen Verein LivingEducation vor Ort unterstützen. So wissen Sie genau, wo und wie Ihr Geld eingesetzt wird.

LivingEducation bekämpft seit 2004 eine andere, permanente Katastrophe: Die Missachtung der Menschenrechte der Frauen. Wir kämpfen für deren Rechte und für die Ausbildung von mittellosen Mädchen.

Leider kommen jetzt beide Katastrophen zusammen. Denn viele der Schülerinnen des Mädcheninternats stammen gerade aus der von der Flut heimgesuchten Gegend.

Durch die Flutkatastrophe steht der Keller im Menschenrechtsbüro unter Wasser. In diesem Grossraum stehen die PC und Nähmaschinen, die für die Fortbildungskurse verwendet werden. Im Mädcheninternat stürzten zwei Lehmhäuser und eine Grenzmauer ein. Personen kamen aber zum Glück nicht zu Schaden.

Wir sind nun mit den Reparaturen und dem Wiederaufbau beschäftigt und hoffen, dass wir mit dem Schulbetrieb ab Mitte September wieder beginnen können.

LivingEducation hat auch ein internes Konto eröffnet mit dem Vermerk „Flutopfer 2010“.

Als Einwohnerrat von Baden und als Mitglied des Grossen Rats, bürge ich mit meinem Namen für LivingEducation.

Unterstützen Sie die Projekte von LivingEducation, einer kleinen Badener Hilfsorganisation, die im Aargau und in Pakistan seit Jahren gut verankert ist.

Als Präsident bin ich auch gerne bereit, vorbeizukommen, um die Projekte mittels einer kleinen Präsentation vorzustellen und Ihre Fragen zu beantworten.

Im Namen der betroffenen Frauen und Mädchen danke ich Ihnen schon jetzt für jede Unterstützung und der Schweizer Obrigkeit, dass dieser in der Steuererklärung absetzbr ist.

PC 60-223344-6
LivingEducation
Bahnhofstr. 7, PF 1351
5400 Baden / Schweiz

Wenn Sie speziell für die Flutopfer spenden wollen, bitte den Vermerk „Flutopfer2010“ anbringen. Ansonsten wird der Betrag für die übrigen Sozialprojekte verwendet.

Mit freundlichen Grüssen
Dr yahya hassan bajwa
Präsident LivingEducation Schweiz
Einwohnerrat Baden
Grossrat Aargau



Yahya kann keine aktuellen Bilder zur Verfügung stellen, denn das Internet ist zusammengebrochen. Stellvertretend hier ein Video von Youtube:


Unsere Spende wird morgen dem Postfiance-Konto PC 60-223344-6 mit dem Vermerk "Flutopfer 2010 gutgeschrieben. Viel Erfolg und Durchhaltewillen beim Wiederaufbau.

Vor einem Jahr:
Sendepause

Vor zwei Jahren erschienen:
Jalsa Salana der Ahmadiyya Bewegung in Frauenfeld

Vor drei Jahren erschienen:
Europa, Asien, Amerika und Afrika in Bivio

Vor vier Jahren erschienen:
«Krieg ist inhuman»

Vor fünfJahren erschienen:
George W. Bush und die Darwinsche Evolutionstheorie



© libref - Zusammenstellung: Stephan Marti - Finanzblog

!--30127733-- Blogverzeichnis
Der "Prix libref" nähert sich einem zweiten Meilenstein - die Ausschreibung für eine theologische Arbeit nähert sich mit Riesenschritten. Weitere Informationen folgen im Blog bei libref. oder bei theologischen Fakultäten der Schweiz. Prof. Dr. Reiner Anselm befasst sich mit dem Gedankengut.

Liberale Theologie heute

Gibt es ein Bündnis des Christentums mit der modernen Welt, oder bedeutet der Auf-bruch aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit unweigerlich auch das Ende der christ-lichen Religion? Diese Frage steht am Anfang der liberalen Theologie und auch des libe-ralen Protestantismus, und die Vordenker des theologischen Liberalismus zögerten nicht, entschieden nicht nur die Vereinbarkeit, sondern auch das Bündnis von protestantischem (reformiertem*) Christentum und Moderne zu betonen: Beide nämlich rückten, so die Überzeugung, den einzelnen Menschen, das Individuum in den Mittelpunkt. Der beson-dere Respekt vor dem Einzelnen, seiner Freiheit und seinen unveräußerlichen Rechten und seiner Fähigkeit führte die liberalen Theologen dazu, sich aller Bevormundung und Unterdrückung des Einzelnen, sei es durch Staat oder Kirche, entgegenzustellen. Indem sie jeden Einzelnen als gleichberechtigtes Geschöpf Gottes ansahen, distanzierten sie sich zugleich von Vorstellungen, die vorrangig auf die Durchsetzung der eigenen Interes-sen setzten.

Die Vordenker des liberalen Protestantismus waren dabei aber durchaus Realisten. Sie waren davon überzeugt, dass es sich bei den Ideen von Freiheit, Gleichheit und Solidari-tät keineswegs um Selbstverständlichkeiten handelt, die sich dem Verständigen schon von selbst darstellen. Sondern sie legten das Augenmerk darauf, dass es einer bestimm-ten Wirklichkeitssicht bedürfe, um diese Gedanken gegenüber allen Bestreitungen von konservativer, aber auch gegenüber allen Perversionen, wie sie sich in der französischen Revolution so grauenhaft Bahn gebrochen hatten, in der rechten Balance zu halten. Die-se Wirklichkeitssicht fanden sie begründet in der reformatorischen Lehre von der bedin-gungslosen Annahme des Einzelnen durch Gott.

Damit diese Wesensverwandtschaft zwischen Protestantismus und Moderne weiter be-stehen könne, aber auch damit die Moderne nicht einer wichtigen Antriebs- und vor al-lem ihrer Regulierungskraft verlustig geht, setzten die Vertreter der Liberalen Theologie darauf, die traditionellen Lehrgehalte des Christentums so auszulegen und zu transfor-mieren, dass die geschilderte, für unabdingbar erachtete Bedeutung der protestantischen (reformierten*) Religion auch in der Neuzeit verständlich bleiben und die ihr zugeschrie-bene Funktion erfüllen könne. Zugleich suchte der theologische Liberalismus das Bünd-nis mit allen Strömungen und Teilbereichen der Gesellschaft, die sich einer Weiterent-wicklung der Kultur, hin zu einer humanitären Gesellschaft verpflichtet wussten. Gerade auch die Rechts- und Verfassungsordnung stellte einen wichtigen Bereich für das Enga-gement liberaler Protestanten dar, auch hier ging es vorrangig darum, überbordende Au-toritätsansprüche zurückzuweisen.

Der liberale Protestantismus hatte einen durchaus bedeutsamen Anteil an der Formung von Grundsätzen, die für moderne Gesellschaften heute selbstverständlich sind, wie etwa der Gedanke der Grund- und Menschenrechte oder auch des Frauenstimmrechts. Da seine Grundsätze aber mittlerweile längst zum Gemeingut moderner Gesellschaften ge-worden sind, schwindet selbst bei seinen eigenen Anhängern das Bewusstsein für die Notwendigkeit dieser Form des Christentums. Die jüngsten Erfahrungen mit dem Wie-dererstarken der Religion, die Erfahrungen auch, dass Religionen, wo sie nicht durch die Vernunft und auch durch das Recht kultiviert und in Schranken gewiesen werden, prob-lematische Züge annehmen können, machen deutlich, dass die Grundimpulse des libera-len Protestantismus und auch der liberalen Theologie nach wie vor ihre Berechtigung haben, wenn nicht sogar einer Renaissance bedürfen.

Reiner Anselm

* Der Prix libref. richtet sich an Fachpersonen, angehende Fachpersonen und wir Laien wären diesem Nachwuchs dankbar, wenn in Zukunft Begriffe so definiert werden, dass alle das Gleiche darunter verstehen oder im entsprechenden Fall die richtigen Wörter anwenden. Das wäre doch ein Thema: "Klare Definitionen von reformiert, protestantisch und evangelisch".

Rainer ist protestantisch evangelisch und ich reformiert evangelisch, wobei ich bei der Schweizer Armee als Protestant bezeichnet wurde. Letzteres ist meiner Meinung nach in der Schweiz heute nicht korrekt, es sei denn der "Grabstein"-Erfinder wäre nur der französischen Sprache mächtig gewesen. Nur eines ist ganz klar, evangelikal sind weder Reiner noch ich - wir sind eben liberal. "Und fürchtet euch nicht, denn diese paar Zeilen werden Diskussionen geben." SMS 1

Huehnerich
Haehnin

Der Hahn - das Symbol der Reformierten. Bei dieser Spezies müsste man sich überlegen, ob nicht Hühnerich oder Hähnin die richtige Bezeichnung wäre. Oder hat sich da eine Fischflosse eingeschliechen? Möglich, denn die drei liegen Faul en See umgeben von Gnohmen und Elfen.

Vor einem Jahr:
Sendepause

Vor zwei Jahren erschienen:
SEK - Dank für Gedankenaustausch

Vor drei Jahren erschienen:
Merci an Pfarrer Wipf vom SEK für die tolle Reaktion

Vor vier Jahren erschienen:
Sikhs-Tempel von innen

Vor fünfJahren erschienen:
Frère Roger Schutz in Taizé getötet



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